Luftfahrt-Forschung

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„Silicon Valley“ in Hamburg

In wenigen Wochen öffnet in der Hansestadt ein Forschungszentrum, das wissenschaftliche Erkenntnisse rund um die Luftfahrt sammeln und an neuen Flugzeug-Technologien arbeiten soll.

von Andreas W. Schulz, 02.02.2016, 16:33 Uhr
Informierten zum neuen ZAL in Hamburg: : Jens Gralfs (Airbus, von links), Frank Horch (Wirtschaftssenator) und Roland Gerhards (ZAL).
Foto: Andreas W. Schulz

Das Zentrum für angewandte Luftfahrtforschung (ZAL), das in wenigen Wochen eröffnet wird, soll auf 26.000 Quadratmetern Fläche Platz für 600 hochqualifizierte Arbeitsplätze bieten. Vorgestellt wurde es von seinen Eigentümern – der Stadt Hamburg, Airbus und Lufthansa Technik – bereits jetzt in einer exklusiven Präsentation für den Luftfahrt-Presseclub der Hansestadt. Das ZAL werde „ein Aushängeschild für den Luftfahrtstandort Hamburg sein, um das uns viele Wettbewerber weltweit beneiden werden“, zeigte sich Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, begeistert.

Das weltweit modernste Forschungszentrum für die zivile Luftfahrt sollen sich große Akteure wie Airbus, Lufthansa Technik, Zulieferer wie Diehl Aerosystems sowie Hochschulen und Institutionen wie das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum teilen. „Forschung, Kooperation und Austausch von Wissen unter einem Dach sollen die Beteiligten nutzen, um so Produkte und Forschungsergebnisse schneller und effizienter zur Marktreife zu bringen“, sagt ZAL-Geschäftsführer Roland Gerhards.

Gern zieht er den Vergleich mit einem Konzerthaus heran, dessen „exzellente Akustik und Einrichtung die virtuosen Musiker gemeinsam zu einer Höchstleistung anspornt“. Das ZAL soll sich auf sechs Kernkompetenzen fokussieren, von innovativen Antriebstechnologien wie der Wasserstoff-Nutzung über 3D-Druck und Akustik bis hin zur Gestaltung dynamisch angepasster Flugzeugkabinen und Sitze.

Das ZAL als Ort interdisziplinärer Forschung werde es Unternehmen und Ingenieuren erlauben, Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung in der Praxis ohne Zeitverlust konzentriert zu erproben. Vorbei sollen die Zeiten sein, in denen an verschiedenen Standorten Ingenieure und Techniker an identischen Problemen parallel arbeiten, oft ohne Austausch.

Roland Gerhards sieht im ZAL gar „ein Kompetenzzentrum, das mit dem Silicon Valley in Kalifornien zu vergleichen ist“. Es werde weitere Unternehmen nach Hamburg ziehen. „Das ist einmalig in der Welt“, schwärmen denn auch die Verantwortlichen von Airbus und Lufthansa Technik, Jens Gralfs und Harald Gloy. Feierliche Eröffnung ist am 7. März 2016.

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