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Auch Allianz geht auf Direct Connect

Nach Siemens und VW ist der Versicherungskonzern damit der dritte Nutzer der GDS-freien Buchung. Mit weiteren Konzernen wird derzeit gesprochen.

von Oliver Graue, 12.05.2017, 11:38 Uhr
Die Allianz – hier die Verwaltung in München-Unterföhring – bucht nun per Direct Connect Lufthansa-Flüge.
Foto: Allianz

Sowohl bei Reisebüros als auch bei Firmenkunden ist die sogenannte Direct-Connect-Lösung höchst umstritten: Als Lufthansa sie verkündete, stellte der Konzern keine entsprechende Buchungsmöglichkeit dafür zur Verfügung. Doch nur über den Direct Connect entfällt die Gebühr von 16 Euro, die Lufthansa je Buchung über die Reservierungssysteme kassiert.

Erstkunden der Lösung waren Siemens und VW. Für sie wurden aufwändige technische Lösungen erstellt, welche die Direktbuchung bei der Fluggesellschaft möglich machen. Die Konstruktion sei jedoch „sehr aufwändig und teuer gewesen“, betont Bernd Schulz, Chef von Ifao (Amadeus Cytric), auf der Frühjahrstagung des VDR in Berlin. „So etwas ist kein Standard, das machen wir nur auf ausdrückliche Kundenanforderung.“

Auch BCD-Chef Stefan Vorndran betonte, es sei „eine technologische Horrorvorstellung“, wenn in jedem Land für jeden Kunden Direct Connects geschaffen werden müssten. „Der beste und effizienteste Vertriebsweg auch für Firmenkunden ist und bleibt das GDS.“ Einzige Profiteure von Direct-Connect-Lösungen seien die Fluggesellschaften, die auf diese Weise den Kunden leichter Zusatzprodukte verkaufen könnten.

Lufthansa-Manager Thomas Eggert kündigte indes an, das Konzept bei weiteren Konzernen einzuführen. Dritter Nutzer nach Siemens und VW werde der Münchner Versicherungskonzern Allianz sein. Genutzt wird Onesto. Der IT-Anbieter hat seine Lufthansa-Direktschnittstelle vor zwei Jahren von der Lufthansa zertifizieren lassen. Mit weiteren Unternehmen sind die Airline und die Plattformbetreiber im Gespräch, unter anderem mit Merck.

Für Siemens sei für den Beschluss, Direct Connect einzuführen, allerdings nicht die Preisersparnis von 16 Euro entscheidend gewesen. „Für uns steht die individuelle Produktgestaltung an erster Stelle“, sagt Siemens-Travel-Manager Albert James Küng. „Wir erhalten das Angebot so, wie es für unsere Reisenden am besten passt. So können sie etwa auch ohne Statuskarte in die Lounges.“

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