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Details zu Billigflügen auf der Langstrecke

Selbst das chinesische Chengdu wird zum neuen Billigangebot der Lufthansa auf der Langstrecke gehören, sagt LH-Chef Carsten Spohr.

von Michael Krane, 14.07.2014, 07:52 Uhr

In einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS) vom 13. Juli zeigte sich der Lufthansa-Vorstandschef betont optimistisch, dass die Airline im Low-Cost-Segment punkten werde. „Wenn einer im weltweiten Luftverkehr das kann, dann sind wir das“, meinte er mit Hinweise auf die neuen Preiswert-Angebote für ferne Ziele. Mit der Tochter Germanwings habe die Lufthansa bewiesen: „Wir können günstig.“

Zu möglichen Strecken sagte Spohr: „Am Anfang eher von Düsseldorf nach Bangkok oder zu den Seychellen oder von München ins westchinesische Chengdu“.

Das Angebot zielt vor allem auf Privatreisende, die bereits heute 75 Prozent der Passagiere auf den LH-Langstrecken ausmachen, wie Spohr der FAS sagte. Dieses Segment wachse „deutlich schneller als die Zahl der Business-Passagiere“.

In der vergangenen Woche hatte fvw exklusiv berichtet, dass die gemeinsam mit Turkish Airlines betriebene Ferienfluggesellschaft Sun Express als operative Basis für die neuen Fernflüge vorgesehen ist. Spohr hatte am Mittwoch bei der Vorstellung seiner Pläne gesagt, dass der neue Langstrecken-Carrier auf Low-Cost-Basis mit Boeing B-767 und Airbus A-330 abheben werde. Als Abflughäfen sind Düsseldorf, Köln/Bonn und München vorgesehen.

Die Preiswert-Offensive auf der Langstrecke ist Teil einer breit angelegten Zukunftsstrategie für die Lufthansa, die Spohr vergangene Woche vorgestellt hatte. Es sieht auch eine Aufwertung der Angebote im erlösstarken Premium-Segment vor. Vielflieger sollen unter anderem von stärker personalisierten Produkten profitieren. Derzeit liefen Tests, sagte Spohr der FAS. Beispielsweise könnten Vielflieger am Zielort per Nachricht auf ihrem Smartphone erfahren, „wo es zur Lounge geht, für wann beispielsweise die Dusche reserviert ist und wo ihr Cappuccino“ bereit steht.

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