Lufthansa-Gruppe

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Eurowings wächst rasant

Die Lufthansa-Gruppe hat in den ersten neun Monaten 2017 ein Passagierwachstum von 17,5 Prozent erzielt. Außerordentlich stark ist die Entwicklung im Punkt-zu-Punkt-Verkehr.

von Georg Jegminat, 11.10.2017, 14:36 Uhr
Die Lufthansa-Airlines wachsen dank zweier Sondereffekte beachtlich.
Foto: Lufthansa

Eurowings erlebt im laufenden Geschäftsjahr zwei regelrechte Wachstumswellen. Die erste Welle wurde ausgelöst durch die im Frühjahr integrierten 33 Flugzeuge plus Crews, die von Air Berlin gemietet wurden. Zudem dürfte die Mitte August verkündete Insolvenz von Air Berlin zusätzliche Fluggäste für die Lufthansa-Tochter gebracht haben.

Im Punkt-zu-Punkt-Verkehr, also Eurowings/Germanwings und Brussels Airlines, wurden in den ersten drei Jahresquartalen 22,6 Mio. Passagiere (plus 67,2 Prozent) auf der Kurzstrecke sowie 1,9 Mio. Fluggäste (plus 355 Prozent) auf der Langstrecke befördert. In Summe sind das 24,5 Mio. Passagiere und ein Plus von 75,8 Prozent. Da die Lufthansa-Gruppe aller Wahrscheinlichkeit nach mehr als 80 Flugzeuge (inklusive der 38 Wetlease-Flugzeuge) von Air Berlin übernehmen wird, dürften die Wachstumszahlen auch 2019 weit oberhalb der Marktentwicklung liegen. Mit der österreichischen Niki und deren 21 Airbus A-321 soll sich Eurowings massiv im Sektor Ferienflug verstärken.

Solides Wachstum bei den Hub-Carriern

Die Netzwerk-Airlines der Lufthansa-Gruppe erzielten ein solides Wachstum mit 73,9 Mio. Passagieren (plus 5,8 Prozent) im Zeitraum Januar bis September. Die durchschnittliche Sitzauslastung stieg um 2,3 Prozentpunkte auf 81,6 Prozent. Die Leistungszahlen der Kernmarken:

Lufthansa Passage: 50,1 Mio. Passagiere (plus 4,4 Prozent), Sitzladefaktor: 82,0 Prozent/plus 2,7 Punkte.

Swiss: 14,4 Mio. Passagiere (plus 5,9 Prozent), Sitzauslastung: 82,0 Prozent/plus 27 Punkte.

Austrian Airlines: 9,8 Mio. Passagiere (plus 13,9 Prozent), Sitzauslastung: 77,4 Prozent/plus 3,1 Punkte.

Das Wachstum der Eurowings schlägt deutlich erkennbar auf die Leistungszahlen des Gesamtkonzerns durch, der ein Plus bei den Fluggästen von 17,5 Prozent für die drei Quartale im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ausweist (98,4 Mio.). Die Preisentwicklung sei im September „währungsbedingt weiterhin positiv“, schreibt der Konzern in einem Zwischenbericht. Demnach dürften auch die Wirtschaftsergebnisse positiv ausfallen, zumal die Tarifkonflikte mit den Gewerkschaften nun befriedet sind.

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