Lufthansa-Umfrage

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Mitarbeiter haben kein Vertrauen

Die harten Auseinandersetzungen haben auch ihre Spuren im Betriebsklima der Lufthansa hinterlassen. Das Vertrauen der Belegschaft in die Führung von Konzernchef Carsten Spohr war im Herbst auf einen Tiefpunkt gesunken.

22.01.2016, 18:08 Uhr
Nur wenige Mitarbeiter dachten, dass Konzernchef Carsten Spohr einen ehrlichen Umgang pflegt.
Foto: DLH/Gaby Gerster

Das geht aus einer Lufthansa-internen Umfrage hervor, die dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ vorliegt. In der von den Streiks besonders stark betroffenen Passagiersparte gaben nur knapp 30 Prozent der Befragten an, sich noch mit den Unternehmenszielen zu identifizieren. Nur fünf Prozent waren der Meinung, dass Konzernchef Carsten Spohr und seine Vorstandskollegen einen ehrlichen Umgang mit den Mitarbeitern pflegten.

Am Freitag wurde immerhin eine Teileinigung erzielt. Noch vor dem offiziellen Beginn der Schlichtung einigten sich Unternehmen und die Gewerkschaft Ufo auf einen Tarifvertrag zu Gehaltssteigerungen und auf Eckpunkte zur Altersversorgung des Kabinenpersonals. Dies teilten beide Seiten in Frankfurt nach mehrtägigen Schlichtungsvorgesprächen unter Vorsitz des SPD-Politikers Matthias Platzeck mit. Noch offene Spezialfragen zur Arbeitsorganisation der Flugbegleiter sollen in einer Schlichtung bis zum 30. Juni unter Vorsitz des früheren Ministerpräsidenten von Brandenburg erledigt werden.

Noch offen ist der Tarifkonflikt bei den Piloten. Sie haben bereits 13 mal gestreikt. Die Flugbegleiter hatten im November vergangenen Jahres sieben Tage lang die Arbeit niedergelegt und damit den härtesten Streik in der Geschichte der Lufthansa organisiert. Seit April 2014 haben die beiden Berufsgruppen dem Unternehmen einen Schaden von rund 500 Mio. Euro zugefügt. (dpa)

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