Luftverkehr

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Auf Schlichtungsstelle festgelegt

Flugpassagiere bekommen mit der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) eine weitere Möglichkeit ihre Interessen durchzusetzen.

von Georg Jegminat, 01.10.2013, 12:11 Uhr

Nach der Einigung mit dem Bundesjustizministerium und den Verhandlungen verschiedener Betreiber von Schlichtungsstellen haben sich die Fluggesellschaften in Deutschland für der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP e.V.) entschieden. Damit bekommen Passagiere, deren Flüge ab dem 1. November Unregelmäßigkeiten aufweisen, eine neue Anlaufstelle, um ihre Interessen durchzusetzen.

Allerdings müssen sich die Passagiere erst an die jeweilige Airline direkt wenden. Diese hat dann zwei Monate Zeit den Konflikt auszuräumen. Erst wenn es so keine Einigung gibt, ist der Weg offen Richtung Schlichtungsstelle. Faktisch können die ersten Streitfälle von Flugpassagieren also erst im Januar 2014 bei der SÖP landen. Der neutrale Schlichter wird dann den Streitfall prüfen und einen Schlichtungsvorschlag erarbeiten. Nehmen beide Parteien diesen Vorschlag an, dann gilt er. Falls dies nicht der Fall ist, dann steht beiden Parteien weiterhin der Rechtsweg offen.

Die Verbände BDL (Bundesverband des Deutschand Luftverkehrs) und BDF (Bundesverband Deutscher Fluggesellschaften), in denen die deutschen Fluggesellschaften organisiert sind, übertragen die Kompetenz an die SÖP. Fluggesellschaften aus anderen Ländern können dem Verfahren beitreten, müssen es aber nicht. Deren Interessengemeinschaft Board of Airline Representatives in Germany (Barig) empfiehlt seinen Mitgliedern den Beitritt. Barig hat mehr als 100 Mitgliedsfluggesellschaften.

Weg über die Schlichtung nicht zwingend

Klaus-Peter Siegloch, Präsident des BDL: „Zusätzlich zu ihrem exzellenten Kundenservice bieten die Fluggesellschaften ihren Kunden mit der Schlichtungsstelle nun auch die Möglichkeit, Beschwerden außergerichtlich zu klären.“ Michael Hoppe, Generalsekretär von Barig: „Die SÖP als Schichtungsstelle ermöglicht uns die Erfüllung der neuen Rahmenbedingungen. Wir haben unseren Mitgliedern grundsätzlich empfohlen, der SÖP beizutreten.“

Der Weg über die Schlichtungsstelle ist für die Passagiere nicht zwingend. Sie soll jedoch nach der Beschwerde direkt bei der Fluggesellschaft eine weitere Option bieten, ohne Gerichtsverfahren und das Prozesskostenrisiko die eigenen Interessen durchzusetzen.

Mitglieder in der SÖP sind vor allem Verkehrsbetriebe, vor allem aus dem öffentlichen Nahverkehr und Busunternehmen sowie Bahnen. Neben Fährreedereien sind auch die Kreuzfahrer Deilmann und Aida Cruises beigetreten. In der Abteilung Luftverkehr findet sich lediglich ein Mitgliedseintrag: den von Ryanair.

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