Luftverkehr

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Deutsche Airlines mit Blei an den Flügeln

BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch zieht eine nüchterne Bilanz des deutschen Luftverkehrs. Dieser wächst, wird aber im internationalen Vergleich abgehängt. Nun hofft der Verband auf das Luftverkehrskonzept der Bundesregierung.

04.02.2016, 13:45 Uhr
BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch blickt mit Sorgen auf die deutsche Luftfahrtbranche.
Foto: Marco Limberg

Weltweit ist der Luftverkehr um 6,5 Prozent (gemessen in verkauften Sitzplatzkilometern) gewachsen. Die europäischen Fluggesellschaften sind mit 5,1 Prozent gut dabei, doch die deutschen Airlines bleiben mit 1,6 Prozent deutlich zurück, so Klaus-Peter Siegloch, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, in seiner Bilanz für das vergangene Jahr.

Gleichzeitig zählten die deutschen Flughäfen 3,9 Prozent mehr Passagiere (ankommende und abfliegende Gäste). Das waren 216 Mio. Fluggäste. „Das Luftverkehrswachstum in Deutschland ist vor allem auf das Wachstum ausländischer Airlines hierzulande zurückzuführen“, so Siegloch. Der Marktanteil deutscher Fluggesellschaften schrumpft seit Jahren. 2012 hatten sie noch einen Anteil von 69 Prozent, 2015 waren es nur noch 62 Prozent.

Siegloch hofft, dass das Luftverkehrskonzept der Bundesregierung zumindest einen Einstieg in den Ausstieg aus der Luftverkehrssteuer bringt. Diese hatte die heimischen Airlines 2015 mit 545 Mio. Euro belastet. Die Abgabe gehört zu den „Sonderbelastungen, die wie Blei an den Flügeln hängen“. Massiv gestiegen sind zuletzt die Sicherheitskosten, die auf die Airlines umgelegt werden. Sie stiegen mit zweistelligen Prozentraten besonders schnell. „Bei der Bahn muss der Verkehrsträger nur 20 Prozent dieser Gebühren selbst schultern“, erläuterte Siegloch auf der Jahrespressekonferenz des BDL in Berlin. (GJ)

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