Madeira

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Starke Winde legen Flugverkehr lahm

Da durch stürmisches Wetter auf der Insel nur wenige Starts möglich waren, saßen Tausende Urlauber auf Madeira fest. Darunter befanden sich zahlreiche Deutsche.

08.08.2017, 11:24 Uhr
Madeira liegt im Atlantischen Ozean.
Foto: Thinkstock

Wegen starker Winde konnten bis gestern Abend viele Flugzeuge weder starten noch landen. Allein am Sonntag waren bis zum Abend 56 Verbindungen annulliert worden, insgesamt waren es von Samstag bis einschließlich Montag rund 160. Betroffen waren nach neuesten Angaben etwa 22.000 Passagiere. Am Montag steuerten schließlich mehrere Maschinen aus Großbritannien die Insel an – und verließen sie wenig später wieder mit erleichterten Touristen an Bord.

„Die Briten haben ihre Leute abgeholt, aber die Flüge der deutschen Airlines wurden am Montagnachmittag sogar gänzlich von der Anzeigetafel gestrichen“, schimpfte eine Deutsche. Informationen dazu, ob und ab wann wieder besseres Wetter möglich sei, gebe es nicht. Wer seinen Trip pauschal im Reisebüro buchte, bekam nach Angaben der großen deutschen Veranstalter DER, TUI, FTI oder Olimar Hilfe vor Ort. Es wurden Pendelbusse zwischen Flughafen und Hotels eingesetzt, zudem übernehmen die Veranstalter die entstandenen zusätzlichen Übernachtungskosten. Ob dies auch bei Passagieren von Billigfliegern der Fall war, die im Internet buchten, ist nicht bekannt.

Der Anflug auf Madeira gilt zwar als spektakulär, da sich die Landebahn zwischen Atlantik und einem Steilhang befindet. Allerdings ist er auch extrem schwierig und nicht ungefährlich. Da der Flughafen immer wieder von heftigen Winden heimgesucht wird, kommt es öfters zu Flugausfällen. Ein tagelanger Stillstand ist aber sehr selten.

Ankommende Urlauber wurden teilweise auf die eher windstille Nachbarinsel Porto Santo geflogen. Von dort ging es dann mit der Fähre nach Madeira. Wie FTI auf Anfrage mitteilt, kümmert sich die Partneragentur vor Ort um die betroffenen Kunden. In den meisten Fällen würden die Airlines den Urlaubern Hotelunterkünfte zur Verfügung stellen. In „wenigen Fällen“ organisiere FTI eine Übernachtung. Anreisende Gäste seien teilweise in Lissabon, Sao Miguel (Azoren) oder Porto Santo zwischengelandet.

Inzwischen starten und landen die meisten Maschinen allerdings wieder, wenn auch teilweise mit Verspätungen. Die Warnung vor starken Winden ist aber noch bis mindestens Mittwoch abend in Kraft. (mit dpa/OG)

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