Der hiesigen Wirtschaft entsteht durch Wirtschaftsspionage im Jahr ein Schaden von gut vier Milliarden Euro. Der Datenklau lauert dabei laut einer neuen Studie auch auf Geschäftsreisen.
Deutsche Unternehmen werden immer häufiger Opfer von Industriespionage. Das zeigt eine neue Untersuchung der Sicherheitsberatung Corporate Trust in Zusammenarbeit mit dem TÜV Süd und Brainloop, einem Anbieter von Online-Sicherheitslösungen. Danach ist die Zahl der Firmen, in denen es mindestens einen konkreten Spionagefall gegeben hat, seit einer Studie aus dem Jahre 2007 um 2,5 Prozentpunkte auf 21,4 Prozent gestiegen. Zählt man die Verdachtsfälle hinzu, die nicht konkretisiert oder eindeutig belegt werden konnten, mussten sich immerhin mehr als die Hälfte der Unternehmen mit Industriespionage beschäftigen.
Die häufigsten Schäden entstehen dabei mit Abstand durch die eigenen Mitarbeiter, gefolgt von externen Geschäftspartnern und Hacker-Angriffe. Die Sicherheitsmaßnahmen hinken laut Studie in der Regel der tatsächlichen Bedrohung hinterher. Das gilt insbesondere für Geschäftsreisen ins Ausland. Dabei gehen die meisten Unternehmen „viel zu sorglos mit ihren Informationen um“, heißt es in der Studie.
So gaben 55,6 Prozent der Umfrageteilnehmer an, keinerlei Sicherheitsmaßnahmen zu treffen. Nur etwa jedes sechste Unternehmen rüstet danach seine Angestellten mit verschlüsselter Hard- sowie Software für eine geschützte Kommunikation oder mit speziell vorbereiteten Reise-Laptops aus.