Meetings & Events

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Tagen im Grünen

Frischluft statt Klimaanlage, lässiges Polo statt Anzug und ab und zu der Stille zuhören: Für manche Tagungen, Seminare oder Firmen-Events eignet sich das Land besser als die Stadt. Weil es den Erfolg fördert.

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von Oliver Graue, 23.09.2016, 09:00 Uhr
Idee, bitte kommen: Meetings in freier Natur.
Foto: Thinkstock

Für die Macher von Werte 2.0 ist es gesetzt: Das Treffen, in dem es alljährlich um die ethische Fragen der MICE-Branche geht, findet nicht in einer Konferenzstadt wie Frankfurt oder Berlin statt. Als Ort wurde vielmehr der Westerwald gewählt, genauer gesagt das kleine Städtchen Montabaur. Bundesweit bekannt ist der einstige Bundeswehrstandort eigentlich erst, seitdem der Hochgeschwindigkeits-ICE zwischen Frankfurt und Köln hier einen Halt einlegt.

Und trotz einiger großer Unternehmen wie 1&1 und eines Outlet-Centers hat Montabaur seinen beschaulichen Charme bewahrt. Wer die Dinge mal in Ruhe und ohne städtische Ablenkung angehen will, der ist im Westerwald an der richtigen Stelle. Oder im Sauerland. Oder im Spessart. Oder in der Lüneburger Heide. Oder oder oder.

Mit der Tagung in die Provinz

Eigentlich ist die Entwicklung paradox. Einerseits ist der ländliche Raum in Deutschland so beliebt wie nie zuvor: Zeitschriften wie „Landlust“ oder „Landliebe“ erzielen eine Millionen-Auflage, Nahrungsmittel sollten von heimischen Bauern kommen, und Schrebergärten feiern unter jungen Menschen ein Comeback. Leben allerdings mag kaum noch jemand auf dem Land: Immer mehr Menschen ziehen in die Großstädte. Das Land bleibt Theorie, bleibt idyllischer Traum.

Warum also nicht zumindest mit der Tagung oder dem Firmenevent in die „Provinz“ gehen? Verspricht sie doch einen ausreichenden Abstand von den Ablenkungen und der Hektik des geschäftlichen Alltags, ein Durchatmen, das dem Tagungs- oder Seminarziel zu einem größeren Erfolg verhilft. „Bei uns finden die Teilnehmer eine Atmosphäre, in der sie sich ausdauernd konzentrieren können“, bringt es ein Hotelier auf den Punkt. „Allein schon die Stille, nur unterbrochen vom leisen Murmeln des Baches, hat so manchen Gast zur Ruhe kommen lassen und ihm den Kopf für die Seminarinhalte freigemacht.“

Natürlich ist das Land nicht für jedes Event geeignet. Wenn die Location schnell und einfach erreichbar sein soll und die Teilnehmer aus verschiedensten Richtungen anreisen, bleibt die Stadt erste Wahl. Geht es aber zum Beispiel darum, das Wir-Gefühl und die Motivation zu steigern, lohnt sich der Weg ins Dorf. „Und läuft es dennoch zäh, dann gehen die Besucher einfach mal für 15 Minuten raus“, sagt Michael Forselius, der in Norwegen ein Hotel leitet. „Danach haben sie die besten Ideen.“

Grün Tagen in Hamburgs Süden

Aber auch wer in der Großstadt bleiben will, kann problemlos „im Grünen“ tagen. Ein Beispiel ist das Privathotel Lindtner in Hamburg, das als eines der schönsten Tagungshotels der Stadt gilt. Im Süden der Elbmetropole (Hamburg-Heimfeld) liegt das 128-ZimmerHaus mitten im Grünen – und ist trotzdem schnell von den Autobahnen A1 und A7 zu erreichen. Die 21 Banketträume, gerade erst neu mit modernster Ton-, Licht-, Bild- und Kongresstechnik ausgestattet, bieten Zugang zur Terrasse und zum Garten. Das Haus befindet sich seit 77 Jahren in Familienbesitz und ist bei den Hamburgern auch wegen seiner Küche beliebt. Im Stadtteil Eppendorf betreiben die Besitzer darüber hinaus die Konditorei Lindtner, eines der wenigen klassischen Caféhäuser Hamburgs. Und: Als erstes Hotel deutschlandweit bietet Lindtner seinen Gästen die Vermietung eines Tesla-Elektroautos an.

 
 
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