Meliá Hotels International

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Schnelles Wachstum für 2016 geplant

Für 2015 weist Spaniens größte Hotelkette gute Zahlen aus. Auch dieses Jahr will der Konzern das hohe Expansionstempo beibehalten. CEO Gabriel Escarrer möchte dabei mehr auf die Kulturunterschiede der Kunden eingehen.

von Georg Kern, 26.02.2016, 14:06 Uhr
Gabriel Escarrer, Vice-Chairman und CEO, spricht von besseren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Foto: Meliá Hotels International

Im Jahr 2016 seien 25 neue Häuser in 15 Ländern geplant, teilte das Unternehmen anlässlich der Vorlage der Jahreszahlen mit. Außerdem sollen Verträge für 20 bis 25 neue Projekte unterschrieben werden. Damit will Meliá Hotels International (MHI) das hohe Expansionstempo des vergangenen Jahres sogar noch übertreffen.

2015 wurden Verträge für 25 neue Hotels unterzeichnet und 13 Hotels eröffnet. Der strategische Fokus des Konzerns liegt dabei auf den Regionen Asien-Pazifik, EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) und Amerika. Erst kürzlich wurde der Vertrag für ein weiteres Resort auf Kuba unterzeichnet. Das Meliá Internacional Varadero hat 924 Zimmer. Inzwischen ist Meliá auf der Karibikinsel der größte internationale Hotelbetreiber. Der Konzern hat dort 14.000 Zimmer in 28 Hotels.

Im Raum Amerika eröffnete außerdem das Meliá Braco Village auf Jamaica. Bis April sollen zwei weitere Hotels an den Start gehen: Das Innside New York und das ME Miami. Zahlreiche Renovierungen, Neupositionierungen und Neueröffnungen sind außerdem auf den Balearen und in spanischen Städte geplant. Näheres dazu teilte das Unternehmen noch nicht mit. Weiter expandieren wird MHI auch in Deutschland (siehe Link unten). Zu Jahresbeginn eröffnete zudem bereits das Sol Costa Atlantis auf Teneriffa.

Umsatz und Gewinn gestiegen

Probleme bereitet das hohe Expansiontempo offenbar nicht. Im Gegenteil. Der börsennotierte Konzern legte für das Geschäftsjahr 2015 eine positive Bilanz vor.

Der weltweite Umsatz stieg um 16 Prozent auf rund 1,7 Mrd. Euro. Der Gewinn vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 29 Prozent auf 293 Mill. Euro zu. Der weltweite Erlös pro Zimmer (RevPar) stieg um 15 Prozent, wobei 90 Prozent davon auf die Erhöhung der Zimmerpreise zurückgeht. Das Ergebnis vor Steuern beziffert Meliá auf rund 102 Mio. Euro – 79 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Nettoverschuldung konnte das Unternehmen um 216 Mill. Euro auf rund 770 Mio. Euro senken.

Hauptgründe für die Entwicklung sieht Gabriel Escarrer, Vice-Chairman und CEO, in besseren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – nicht zuletzt im heimischen Schlüsselmarkt Spanien – sowie in einer verbesserten Markenstrategie und erfolgreichen Verkausstrategien. Dabei setzt MHI verstärkt auf den digitalen Vertrieb. Der Umsatz mit dem Vertriebskanal melia.com sei um 27 Prozent gestiegen, der über melia.pro für Reisemittler um 36 Prozent, so das Unternehmen.

Wachsen will Meliá 2016 auch mit Hilfe eines Strategieplans. Details wurden noch nicht bekannt. Aber: Das Unternehmen plant unter anderem den Aufbau einer Einheit, um stärker auf die Kulturunterschiede der Kunden in unterschiedlichen Ländern einzugehen. Zudem will der Konzern die „Bleisure“-Strategie in den Stadthotels weiterentwickeln. Die Mischung aus „Business“- und „Leisure“-Geschäft soll dafür sorgen, mehr Geschäftskunden auch als Privaturlauber an das Unternehmen zu binden – und umgekehrt.

Weltweit betreibt und distribuiert MHI inzwischen mehr als 370 Hotels. Das Unternehmen wurde 1956 auf Mallorca gegründet und feiert dieses Jahr 60. Geburtstag.

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