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MICE

28.12.2011, 09:00 Uhr

Die 10 Top-Trends für 2012

von Anke Pedersen

Grün, interaktiv und reich an Inhalten: So stellen sich Branchenprofis das Event der Zukunft vor. BizTravel nennt die zehn wichtigsten MICE-Trends.

Nur für Schwindelfreie: Festliche Tafel in 50 Metern Höhe.
Foto: JJ De Neyer/TripTyque

1. Buchung sehr kurzfristig

Tagungen, Meetings und Events werden immer kurzfristiger terminiert, beobachtet Gerhard Bleile, Chef des Verbands Deutscher Veranstaltungsorganisatoren (Veranstaltungsplaner.de): „Ein halbes Jahr im Voraus – das ist nicht mehr.“ Terminnot, die für Planer und Einkäufer schnell zur Herausforderung bei der Suche nach adäquaten Räumlichkeit ten werden kann. Und dies nicht nur, weil meist mehrere Räume gebraucht werden. Auch die Ansprüche an die Locations steigen. „Tageslicht sollte ein Tagungsraum heute unbedingt haben“, nennt Bleile als Beispiel.

2. Qualität wichtiger als Preis

Möglichst billig hatte sie sein sollen, die Veranstaltung im Krisenjahr 2009. Sofern das Unternehmen nicht sogar ganz auf ein Event verzichtete. „Nun liegt der Fokus wieder zunehmend auf der Qualität, und Kostenbewusstsein geht nicht mehr zu deren Lasten“, heißt es bei den Best Western Hotels.

3. Fokus liegt auf Inhalten

Zeit ist Geld – mehr denn je gilt dieses Motto auch für erfolgreiche Veranstaltungen. Das Event der Zukunft ist kürzer als in der Vergangenheit – in Deutschland statt zwei nur noch 1,6 Tage – und setzt mehr auf Inhalte. „Kurz, informativ und interaktiv“, betitelt die Mice AG diesen Trend. Etwas plastischer fällt das Bild von Gerhard Bleile aus: „Um 16 Uhr schon Schluss und dann zur Stadt-Rallye? Diese Zeiten sind vorbei.“

4. Speed-Dating hilft sparen

Kein Wunder, dass Veranstaltungsformate wie das „Speed-Dating“ an Bedeutung gewinnen: Dabei treffen zehn bis 20 Anbieter auf 20 bis 40 Kunden, und zwar jeweils im Takt von drei bis fünf Minuten. „Speed-Dating steht für schnelle, sehr fokussierte Informationen und geringe Kosten“, erklärt Eventprofi Bleile. Zeitpuffer zwischen den einzelnen Dating-Runden lassen darüber hinaus Zeit für intensivere Gespräche und Kontakte.

5. Alle reden, keine referiert

Das sogenannte „Bar Camp“ steht für die Einbeziehung aller Tagungsteilnehmer in den Dialog – und gewinnt an Attraktivität. Anders als bei traditionellen Kongressen oder Tagungen gibt es weder reine Zuhörer noch reine Vortragende, sondern ausschließlich Mitgestalter. Im Vorfeld werden keine Redner festgelegt – ebenso wenig wie einzelne Themen. Ablauf und Inhalte bestimmen die Teilnehmer selbst, indem sie zu Beginn Themenvorschläge sammeln und diese zu einem Stundenplan zusammenstellen. Während der Veranstaltung wechseln die Rollen dann ständig: Jeder ist mal Zuhörer, mal Moderator, mal Spezialist, mal Fragender. Gabriele Schulze, Inhaberin des Beratungsunternehmens „Marketing 4 Results“, zeigt sich sicher: „Die Integration der Teilnehmer erhöht Aufmerksamkeit und Zufriedenheit.“

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