MICE in Afrika

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Die besten Tipps für Südafrika, Namibia und Kenia

Der Schwarze Kontinent zählt zu den dynamischsten Regionen der Welt. Touristenmagneten wie Südafrika, Namibia oder Kenia eignen sich für Unternehmen nicht nur als Tagungs- und Incentiveziele, sondern bieten erhebliche Investitionsmöglichkeiten.

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von Martin Jürs, 07.09.2016, 15:17 Uhr
Elefanten in Kenia mit dem Kilimandscharo im Hintergrund (Tansania).
Foto: Thinkstock

Das Image ist verbesserungsfähig – schließlich steht der afrikanische Kontinent in weiten Teilen der Öffentlichkeit nach wie vor für Katastrophen, Kriege, Korruption und Krankheiten. Ein, wie der Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft beklagt, durchaus verzerrtes oder zumindest unvollständiges Bild. Denn Afrika ist nicht nur Krisenherd. Die Region zeichnet sich insgesamt durch eine beeindruckende Dynamik aus – und das nicht nur unter touristischen Aspekten, wo zum Beispiel ein Land wie Südafrika derzeit bei deutschen Urlaubern gefragt ist wie nie.

Nur Asien wächst stärker

Doch nicht nur das Geschäft mit den Urlaubern legt in vielen Ländern Afrikas nach dem Ende der Ebola-Krise im Westen des Kontinents wieder zu. Die afrikanischen Staaten – es sind 54 an der Zahl – gehören zu den am stärksten wachsenden Volkswirtschaften der Welt. Laut dem aktuellen African Economic Outlook der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wies zuletzt nur der asiatische Markt ein höheres Wachstum aus als Afrika. So legte das Sozialprodukt des Schwarzen Kontinents allein zwischen 2001 und 2014 im Schnitt um fünf Prozent pro Jahr zu.

Im vergangenen Jahr verlangsamte sich das Wachstum allerdings leicht. Die Ökonomie aller afrikanischen Länder legte im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent zu. Zwar deutlich mehr als zum Beispiel in Europa, doch machten sich weltwirtschaftliche Turbulenzen – insbesondere der Verfall bei den Rohstoffpreisen – auch in den afrikanischen Volkswirtschaften bemerkbar. Für das kommende Jahr erwartet die OECD wieder einen Anstieg der Wirtschaftsleistung für Afrika von 4,5 Prozent.

Deutsche Unternehmen, der Ansicht ist jedenfalls der Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft, haben dabei das Potenzial des Kontinents vielfach noch nicht erkannt. Risiken – die es durchaus gibt – werden über-, Chancen dagegen häufig unterbewertet, heißt es in einem Positionspapier des Außenwirtschaftsverbandes. Danach werden bislang nur etwa zwei Prozent des deutschen Außenhandels mit Afrika abgewickelt. Das Volumen der gesamten Im- und Exporte summiert sich auf gut 46 Mrd. Euro.

Gut 1000 deutsche Unternehmen sind derzeit auf dem Schwarzen Kontinent aktiv. Wobei sich das Engagement stark unterschiedlich verteilt. In Nigeria, immerhin die größte Volkswirtschaft Afrikas, sind laut Afrika-Verein, nur etwa 70 deutsche Unternehmen aktiv. Die verbreitete Korruption, aber auch die zum Teil angespannte Sicherheitslage erklären die Zurückhaltung.

Ganz anders sieht es unter anderem in Südafrika aus. Zwar ist die zweitgrößte Ökonomie des Kontinents im Doing Business Report der Weltbank in den vergangenen Jahren von Rang 28 auf Rang 73 abgesackt, dennoch tummeln sich mehrere Hundert deutsche Firmen am Kap der Guten Hoffnung. Die laut Auswärtigem Amt vergleichsweise gute Infrastruktur, ein Finanzsektor auf Weltniveau, erhebliche Rohstoffreserven, sowie ein verlässliches und unabhängiges Rechtssystem sorgen für die nötige Anziehungskraft.

 
 
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