MICE-Tipps

(0)

Spannendes Südkorea

Aus dem einstigen Armenhaus hat sich eine der reichsten Volkswirtschaften entwickelt. Ein besonders gutes Verhältnis pflegt Korea zu Deutschland. 500 Firmen sind vertreten, und Seoul gilt als Top-10-Geschäftsreiseziel der Deutschen.

von Oliver Graue, 12.08.2016, 09:00 Uhr
Tradition und Moderne: Seoul ist die Stadt der zwei Gesichter.
Foto: Thinkstock

Krieg ist immer brutal, doch als am 25. Juni 1950 das kommunistische Nordkorea seinen südlichen Nachbarn überfiel, begann einer der grausamsten Kriege des 20. Jahrhunderts. Fast vier Millionen tote Zivilisten, 940.000 gefallene Soldaten und zwei völlig vernichtete Staaten standen drei Jahre später an seinem Ende. Einen Friedensvertrag gibt es bis heute nicht, und nach wie vor ist das Verhältnis zwischen Süd- und Nordkorea extrem angespannt.

Umso erstaunlicher ist es, dass sich aus dem von Armut geprägten Südkorea eine der wohlhabendsten und modernsten Volkswirtschaften entwickelte. Auch dank massiver deutscher Investitionen in den 60ern und 70ern steht Südkorea heute auf Platz 8 der weltweit größten Handelsnationen. Ganz besonders zu Deutschland ist das politische wie wirtschaftliche Verhältnis nach wie vor eng.

Das gegenseitige Handesvolumen beträgt 26 Mrd. Euro pro Jahr; mehr als 500 deutsche Betriebe sind vertreten. Was wenige wissen: Die Hauptstadt Seoul findet sich regelmäßig unter den Top-10-Geschäftsreisezielen deutscher Firmen. Für sie ist Südkorea mit seinen 52 Mio. Einwohnern nicht nur Absatzmarkt. Sie nutzen auch das geschäftsfreundliche Klima im Land, um Fertigungs- oder Entwicklungsstätten zu betreiben. In Sachen Innovation führt der fernöstliche Staat mit den meisten Patentanmeldungen weltweit.

Ein KMU-Sektor etabliert sich

Auch deshalb hat sich die Politik die „Creative Economy“ auf ihre Fahnen geschrieben: Start-Ups, kleinere Betriebe und Smart Factorys sollen gefördert werden. Allerdings hat sich die lange Zeit von wenigen mächtigen Familien-Konglomeraten geführte Wirtschaft zuletzt auch selbst schon diversifiziert: Neben den Konzernen wie Samsung, LG oder Kia entstehen mehr und mehr kleine und mittlere Unternehmen. In diesen findet die traditionell mittelständisch geprägte deutsche Wirtschaft neue Partner. Als Probleme gelten jedoch die mangelnde Liberalisierung des Dienstleistungssektors und die Weigerung der Koreaner, ihre Firmen an Ausländer zu verkaufen.

Reisenden bietet sich eine gut ausgebaute Infrastruktur. Vom Flughafen Seoul-Incheon starten Nonstop-Flüge in 172 Städte. Stärkste Airline ist Korean Air, die Seoul mit Frankfurt verbindet. Innerkoreanisch stehen zwölf Städte auf dem Flugplan. Direkt fliegen auch Lufthansa und Asiana; mit Umsteigen etwa Turkish Airlines. Den Hotelmarkt dominieren unabhängige koreanische Häuser und die Kette Lotte. Das Service-Niveau ist hoch, die Raten ähneln denen in Deutschland.

So kommen Sie nach Südkorea

Einreise: visumfrei, Reisepass reicht aus.

Flüge: Korean Air fliegt täglich, 19.40 Uhr, ab Frankfurt nach Seoul. Eingesetzt wird die Boeing B-747-8i, die als schnellstes Großraumflugzeug der Welt gilt. Flugdauer: 10:15 Stunden.

Außerdem verkehren Lufthansa und Asiana direkt.

In die Stadt: Alle 25-40 Min. verkehrt der Expresszug Arex vom Flughafen in die Stadt (45 Min., ca. 11 Euro). Billiger, aber langsamer sind der normale Zug sowie Busse.

Weitere Business Travel-Themen

Verpflegungspauschale
(0)

Neue Sachbezugswerte für 2017

Die amtlichen Werte, die für Mahlzeitengestellung außerhalb von Dienstreisen anzusetzen sind, wurden leicht erhöht. Der Betrag für Unterkunftskosten bleibt gleich. mehr

 
© 2017 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Impressum AGB Datenschutz Kontakt Media