Raus aus dem Flugzeug und ab zum Kunden: Wer geschäftlich unterwegs ist, hat es oft eilig. Was Mietwagenanbieter unternehmen, um die Wege für Geschäftsreisende zu verkürzen.
Nur nicht wundern: Reisenden, die am Flughafen Berlin-Tegel landen, rollt die Autovermietung seit Kurzem entgegen, Mietwagenanbieter Europcar aus Hamburg hat sich ein sogenanntes Segway angeschafft. Damit will er am Flughafen auf Kundenfang gehen.
In Terminal C steuert ein Mitarbeiter mit dem zweirädrigen Elektrofahrzeug direkt auf ausgewählte Kunden zu und überreicht ihnen Mietvertrag und Schlüssel für das zuvor reservierte Auto. „Zeit ist Geld“, sagt Europcar-Chef Roland Keppler. Gerade Geschäftsreisende legten viel Wert auf kurze Abläufe. Europar ist zwar der einzige Vermieter, der zur Beschleunigung der Wagenübergabe Segways einsetzt. Das Thema erkannt haben aber alle großen Autovermieter – und bieten verschiedenste Lösungen.
Doch aufgepasst: Wer hofiert werden will, muss mitunter selbst aktiv werden. Avis und Hertz etwa bieten ihren Schnell-Service denjenigen an, die sich zuvor entsprechend dafür registriert haben. Avis verspricht seinen Kunden überdies den „Drei-Minuten-Service“. Und Branchenprimus Sixt zeigt sich besonders innovativ: Seit Kurzem haben die Münchner eine sogenannte Mobile-Key-Lösung im Angebot. Kunden am Münchner Flughafen können ein reserviertes Fahrzeug per Mobiltelefon öffnen. Position des Autos und Sesam-öffne-dich-Nummer erhalten sie per SMS. Einziger Haken: Sie müssen einen BMW anmieten, der den „Connected Drive Service“ bietet. Der Hersteller spielt hier also eine Schlüsselrolle. Seine Autos haben dafür auch Internet an Bord.
Garantie-Angebot: Avis verspricht an 491 Stationen in Europa, dass Kunden, die bei Avis Preferred mitmachen, nie länger als drei Minuten auf die Autoschlüssel warten müssen. Andernfalls gibt es 30 Euro. Für das Programm kann sich jeder über 23 Jahre mit Führerschein und Kreditkarte anmelden.
Rapid Return: An deutschlandweit 20 Stationen treffen die Kunden bei Autorückgabe auf Avis-Mitarbeiter mit Handcomputer. Sekundenschnell ist dort das Auto abgegeben.
In Berlin: Am Flughafen Berlin-Tegel testet Europcar gerade den Einsatz von Segways: Damit rollen Mitarbeiter des Unternehmens direkt auf die gerade gelandeten Kunden zu und übergeben Papiere und Autoschlüssel.
In Düsseldorf: Am Airport testet Europcar das Programm „Your Choice“. Einmal einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet, werden Kunden dort per Farbleitsystem zum Wunschauto geführt. Der Schlüssel steckt, der Führerschein wird beim Verlassen des Parkhauses vorgezeigt.
Exklusiv-Service: Für #1-Club-Gold-Kunden, die Hertz-Vielfahrer, gibt es an den Airports Frankfurt, München, Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart und an 45 anderen Flughäfen weltweit einen Schnell-Service: Kunden können ohne Umweg zum Parkplatz ihres Mietwagens gehen. Eine Anzeigentafel weist den Weg, der Kofferraum des Wagens ist bereits offen, und der Schlüssel steckt.
Smart-Phone: Die neue Hertz-iPhone-App lässt jederzeit von unterwegs Reservierungen, Änderungen und Stornierungen zu.
Handy als Schlüssel: Sixt und BMW haben in München eine Mobile-Key-Lösung eingeführt. Kunden können ihren BMW per Handy öffnen – und losfahren.
Expressdienst: Nach einer Registrierung bei „Mein Sixt“ geht die Reservierung per Internet oder Telefon ganz schnell. Ab vier Stunden vor Abholung kann ein Wunschauto im Netz ausgewählt werden. Den Schlüssel gibt‘s im Schlüsselsafe, der sich per Sixt- oder Kreditkarte öffnen lässt.
Smart-Phone: Buchungen via iPhone und iPad möglich.