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Air Berlin bestätigt Lufthansa-Deal

Den größten Teil der verbliebenen Air-Berlin-Flotte übernimmt die Lufthansa-Gruppe. Das hat der Generalbevollmächtigte und Insolvenz-Verwalter Frank Kebekus bestätigt. Ob neben Easyjet mit weiteren Bietern gesprochen wird, ist offen.

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von Georg Jegminat, 12.10.2017, 15:33 Uhr
Lufthansa baut die Präsenz in Düsseldorf stark aus und wird dort mit Abstand dominierender Carrier.
Foto: Andreas Wiese, Flughafen Düssedorf

Die Lufthansa-Gruppe hat den Zuschlag für die Air-Berlin-Töchter Niki und LG Walter (20 Turboprop-Flugzeuge) erhalten. Zusätzlich werden 20 weitere Jets an die Lufthansa gehen. Lufthansa soll dafür 210 Mio. Euro zahlen. Frank Kebekus, Generalbevollmächtigter bei Air Berlin: „Wir freuen uns, dass wir mit der Lufthansa-Group einen starken Partner gefunden haben. Umso mehr, als wir in so kurzer Zeit eine Einigung über den Kauf eines bedeutenden Teils des Unternehmens der Air Berlin erzielen konnten.“ Er sei zuversichtlich, dass mehrere Tausend Air-Berlin-Mitarbeiter eine neue Heimat in der Lufthansa-Group finden würden.

Thomas Winkelmann, CEO Air Berlin: „Heute sind wir einen großen Schritt vorangekommen. Durch diesen Vertrag ergeben sich neue Arbeitsplatz-Chancen für einen großen Teil unserer Kollegen.“ Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit fordert Lufthansa dazu auf, in Gespräche „ihre soziale Verantwortung für die Arbeitsplätze“ einzuwilligen“. In den aktuellen Mitteilungen seien in dieser Hinsicht keine Details erwähnt. Lufthansa will, dass sich viele Air-Berlin-Mitarbeiter neu bei Eurowings bewerben und den dort gültigen Tarifvertrag anerkennen. Für die Piloten sind aber Konditionen wie Anerkennung der Seniorität wichtig. Für Air-Berlin-Mitarbeiter ist die Übergangsphase mit Unsicherheiten verbunden, und viele von ihnen werden keine Beschäftigung mit Luftverkehr finden.

Winkelmann verweist auf eine noch zu überspringende Hürde für den Lufthansa-Deal hin: „Aufatmen können wir jedoch erst, wenn die EU-Kommission die Transaktion final bestätigt hat.“ Die EU-Kommission hat vier Wochen Zeit, die Folgen für den Wettbewerb zu überprüfen. Bei komplizierten Verfahren, darum dürfte es sich bei Air Berlin handeln, kann Brüssel die Frist auf 90 Tage ausdehnen.

 
 
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