Die neuseeländische Regierung hat in Christchurch für mindestens eine Woche den Notstand verhängt. Für Neuseeland-Reisende und ihre Angehörige wurden Hotlines geschaltet.
Der Notstand in der von dem schweren Erdbeben betroffenen neuseeländischen Stadt Christchurch wird voraussichtlich noch sieben Tage aufrechterhalten. Er gilt ausschließlich in der nahen Umgebung der Stadt auf der neuseeländischen Südinsel. Die Rettungsarbeiten in der Stadt laufen.
Bislang wurden mehr als 90 Tote offiziell bestätigt. Allerdings werden unter den Trümmern noch über 200 Menschen vermisst, für die laut Ministerpräsident John Key wenig Überlebenshoffnung besteht. In Christchurch und Umgebung wurden mehrere Tausend Häuser zerstört oder schwer beschädigt,
Zwar sind alle Flughäfen des Landes in Betrieb, Reisen in die Region Christchurch sollten für mindestens die kommenden fünf bis sieben Tage jedoch vermieden werden.
Der internationale Flughafen von Christchurch ist für Inlands- und internationale Flüge geöffnet. Allerdings ist mit geänderten Abflugzeiten zu rechnen. Aktuelle Fluginformationen können auf www.christchurchairport.co.nz abgerufen werden.
Neuseeland-Reisenden und ihren Angehörigen stehen einige Hotlines zur Verfügung.
In Neuseeland: Rotes Kreuz 0800 - 733 276
Außerhalb Neuseelands: +64 7850 2199
Nicht-medizinische Hilfe in Christchurch für international Reisende: 0800 - 779 997
Auswärtiges Amt in Berlin: 030 - 5000 2000
Deutsche Botschaft in Wellington: www.wellington.diplo.de/
Air New Zealand: 0800 737 000 (für Reisende von Neuseeland)
In Christchurch hatte am Dienstag um 12.51 Ortszeit (MEZ 00.51 Uhr) die Erde gebebt. Wie Nachrichtenagenturen berichten, zeichneten Live-Videokameras auf, wie mehrstöckige Häuser in sich zusammenfielen, Menschen in Panik auf die Straße stürzten. Auch die Kathedrale sowie das sechsstöckige Zentrale von Canterbury TV, die unter anderem eine Sprachschule beherbergt, fielen in sich zusammen.
Das Zentrum des Erdstoßes lag fünf Kilometer von Christchurch entfernt in vier Kilometer Tiefe. Es kam zu mehreren Nachbeben. Bereits am 4. September vorigen Jahres hatte eine Erdbeben der Stärke 7,1 die Stadt erschüttert. Es hatte zwar Schäden in Miliardenhöhe verursacht, doch keine Menschenleben gekostet.