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Mehr Sicherheitspersonal für Touristenattraktionen

Helfer versorgen die Opfer auf der Straße. Der täglich von rund 300.000 Menschen durchkreuzte Verkehrsknotenpunkt wird abgesperrt. Dutzende Polizeiwagen, Feuerwehrautos, Krankenwagen und Einsatzkräfte rücken an. Über den Wolkenkratzern kreisen Hubschrauber.

Erinnerungen an Berlin, London, Stockholm und Nizza werden wach. Nicht wenige fragen sich: Ist das der seit langem befürchtete Terroranschlag auf dem weltberühmten Times Square? Bürgermeister Bill de Blasio gibt Entwarnung: „Beruhend auf den Informationen, die wir derzeit haben, gibt es keine Hinweise, dass dies ein terroristischer Akt war.“ Die viel besuchten Orte der Stadt sollen die insgesamt 36.000 Polizisten aber trotzdem noch stärker bewachen. „Als Vorsichtsmaßnahme“, wie De Blasio sagt. „Es sind gefährliche Zeiten.“ Auch Präsident Donald Trump wird über die Lage informiert.

Bald ist in US-Medien unter Berufung auf Strafverfolger von „K2“ die Rede, einer als synthetisches Marihuana oder auch „Spice“ bekannten Droge, die der 26-Jährige vor seiner tödlichen Fahrt möglicherweise konsumierte. Zumindest wegen Trunkenheit am Steuer wurde er schon mehrfach verhaftet, in den Jahren 2008 und vor zwei Jahren. Erst diesen Monat sei der polizeibekannte Mann festgenommen worden, weil er in seiner Wohnung in der Bronx vor einem Besucher ein Küchenmesser gezückt haben soll.

Aber selbst wenn er betrunken oder high war: Kann die Fahrt des kastanienbraunen Pkw, der auf einer Kreuzung an der 42nd Street plötzlich wendete und dann in hohem Tempo über den Gehweg fuhr, ein Unfall sein, Kontrollverlust bei voller Fahrt? „Dass dieser Mensch von einer Arbeitsschicht kommt, ein paar Drinks in einer Bar nimmt, nach Hause fährt und so viel Schaden anrichtet – das passt einfach nicht zusammen“, kommentiert ein Moderator des TV-Senders „NY1“.

Am Times Square hängt der Schock am Donnerstagabend noch nach. Ermittler haben Beweise am abgesperrten Tatort mit gelben Schildern am Boden markiert. Der auf einem Poller sitzende Pkw wirkt wie die Requisite eines Filmsets, dessen Reifen einsam in der Luft hängen. Touristen drängeln sich an den Absperrungen der Polizei, um Fotos vom leeren Platz zu machen. Für sie dürfte es auf tragische Weise ein unvergesslicher Besuch gewesen sein. (dpa)

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