Nordkorea

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Air Koryo bestellt zwölf Airbus-Jets

Im Rahmen einer Tourismus-Initiative will die nordkoreanische Fluggesellschaft ihre Flotte erneuern. Auch Berlin soll dann wieder angeflogen werden.

von Oliver Graue, 07.10.2013, 09:53 Uhr
Air Koryo ist die nationale Fluggesellschaft Nordkoreas.
Foto: Wikimedia

Air Koryo, die nationale Airline Nordkoreas, hat beim Flugzeughersteller Airbus insgesamt zwölf neue Maschinen geordert. Dabei handele es sich größtenteils um Jets der Typen A-319 und A-320, aber auch um Exemplare des zweistrahligen Langstreckenmodells A-330. Das jedenfalls sagte Nordkoreas Tourismus-Chef Jo Song Gyu gegenüber fvw und BizTravel.

Bislang verfügt Air Koryo nur über sowjetische beziehungsweise russische Flugzeuge, die unter Experten zwar als bestens gewartet und gepflegt gelten, dennoch keine Landeerlaubnis in Europa erhalten. Lediglich zwei neuere Maschinen befinden sich in der Flotte: Die Tupolew TU-204 stammen aus dem Jahre 2008 und werden derzeit für die Verbindung zwischen Pjöngjang und Peking eingesetzt. Darüber hinaus bedient die Gesellschaft im Linienverkehr derzeit nur Shenyang (China) und Wladiwostok (Russland).

Im Rahmen einer Öffnung des Landes für den Tourismus, die von 2023 an mindestens drei Millionen Gäste jährlich nach Nordkorea bringen soll, will Air Koryo auch wieder europäische Ziele anfliegen. Nach wie vor existiert – zumindest auf dem Papier – die zu Ostblock-Zeiten beflogene Strecke Berlin–Pjöngjang. Allerdings erhält Air Koryo derzeit keine Landeerlaubnis in der deutschen Hauptstadt, auch der jüngste Versuch aus dem Jahre 2011, diese zu bekommen, scheiterte.

„Es heißt, dass unsere Jets in der EU nicht zugelassen sind“, so Jo gegenüber fvw und BizTravel. „Wenn wir die Airbus-Maschinen haben, werden wir erneut eine solche Erlaubnis beantragen. Sollte sie von der deutschen Regierung dann immer noch abgelehnt werden, muss etwas anderes hinter dem Nein stecken.“ Neben Berlin will die Gesellschaft auch Paris, London, Moskau und Madrid anfliegen. Die kleineren Airbus-Jets sollen zu weiteren Zielen in China und Südostasien verkehren.

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