Österreichische Geschäftsreisen

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Deutlich weniger Reisen trotz guter Konjunktur

Österreichs Wirtschaft hat 3,2 Mrd. Euro für Business Travel ausgegeben. Laut ABTA-Studie sind das gegenüber 2014 fast acht Prozent weniger. Damit haben sich die Geschäftsreisen von der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung entkoppelt.

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16.02.2017, 18:10 Uhr
Geschäftsreisen liefern einen wichtiger Beitrag zur Wertschöpfung der österreichischen Wirtschaft.
Foto: Thinkstock

Welche Kosten entstehen den österreichischen Unternehmen für Geschäftsreisen? Dieser Frage ging die Austrian Business Travel Association (ABTA) nach und untersuchte für das Jahr 2015 in Zusammenarbeit mit der Statistik Austria und dem Institute for Service Marketing and Tourism an der Wirtschaftsuniversität Wien das Volumen und die Kosten österreichischer Geschäftsreisen im In- und Ausland. „Mit diesen neuen Zahlen wird es sowohl den Unternehmen als auch unseren Partnern im Reisemarkt möglich sein, ihre Position im Markt zu bestimmen und Vergleiche herzustellen“, sagt ABTA-Präsident Hanno Kirsch.

„Die wirtschaftliche Bedeutung ist immens: Unternehmen geben 3,2 Mrd. Euro für Geschäftsreisen aus“, so Kirsch. Geschäftsreisende buchten 13 Mio. Hotelnächte, kauften für 900 Mio. Euro Flugtickets und seien insgesamt 22 Mio. Tage unterwegs. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 8,5 Mio. Geschäftsreisen abgewickelt. Über alles gerechnet entstehen Kosten in Höhe von 376 Euro pro Reise. Die Durchschnittskosten pro Reisetag betragen 145 Euro.

Minus 15,5 Prozent bei Flügen

Anders als früher angenommen hätten sich Geschäftsreisen von der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung entkoppelt. Das österreichische Brutto-Inlandsprodukt als Kennzahl der Wertschöpfung sei im Zeitraum von 2001 bis 2015 um 54 Prozent gewachsen. Zugleich sei jedoch die Zahl der mehrtägigen Geschäftsreisen um 3,8 Prozent gesunken. Diese Entwicklung setze sich fort: Trotz robuster Konjunktur sind die Geschäftsreisen im Jahr 2015 um 7,8 Prozent zurückgegangen.

Dabei falle vor allem die negative Entwicklung im Flugverkehr auf: minus 15,5 Prozent auf nunmehr 2,3 Mio. Flüge. Geschäftsreisen mit dem Auto sind dagegen nur um 1 Prozent gesunken: Das Auto hat damit Marktanteile gewonnen. Mit der Bahn fuhren 1,4 Mio. Geschäftsreisende.

 
 
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