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Während Hotelketten wie Best Western und Arabella Starwood ebenfalls davon ausgehen, dass in etwa fünf Jahren die heutige Variante von High-Speed-Internet-Zugang eine kostenfreie Selbstverständlichkeit sein wird, wie es beispielsweise bei Arabella heißt, setzen andere auf eine so genannte Flatcharge, also einen Festbetrag von wenigen Euro pro Tag. Dazu gehören Lindner und Intercontinental.
Auch Reisende ohne Blackberry oder Notebook kommen nicht zu kurz. So gibt es in den Lobbys der meisten NH-Hotels kleine Internet-Stationen samt Druckern, an denen man 15 Minuten lang kostenlos surfen kann. Das gilt sogar für Nichthotelgäste, die nur mal rasch ihre E-Mails checken wollen. Schließlich, so heißt es marketingstrategisch bei Lindner, „könnte der Besucher von heute ja der Gast von morgen sein“.
In den Lobbys der Sheraton Hotels & Resorts finden Gäste sogar einen separaten Lounge-Bereich zum Telefonieren, Arbeiten oder Surfen. Die so genannten Link@Sheraton-Lounges in Brüssel, Posen, Mailand, Cesme und Istanbul sind mit Internet-Rechnern, Anschlüssen für Notebooks und Drucker sowie Ladestationen für Handys und Organizer ausgestattet. Dieses Angebot kann selbst derjenige nutzen, der keinen Zimmerschlüssel hat. Ein Getränk in der Lobby-Bar ist jedoch Voraussetzung.
Die Annehmlichkeiten klassischer Business Center schrumpfen hingegen. Während manche Hoteliers mangels Nachfrage heute ganz auf diese Dienstleistung verzichten, verkaufen andere mitunter ein Kabuff mit ein, zwei Internet-PCs als moderne Service-Station.
Unerhört finden das Generaldirektoren wie Klaus Elfmann: „Wer das Business Center heutzutage nur als E-Mail-Counter betrachtet, wird dem Begriff nicht mehr gerecht“, empört sich der Chef im Maritim Hotel Frankfurt. Statt die Services im Business Center einzudampfen, setzen Elfmann und seine Kollegen beispielsweise bei Ritz-Carlton, Intercontinental, Four Seasons und Steigenberger auf die Bequemlichkeit ihrer Klientel und rüsten auf.
Center of Competence heißt etwa die 30 Quadratmeter große Zentrale, in der Gästen im Maritim Frankfurt seit Neuestem auch das Dienstleistungsangebot eines Concierges zur Verfügung steht. Elfmann: „In einem Business Center sehen wir den Schwerpunkt darin, alle Dienstleistungen anzubieten, die der Geschäftsmann und die Geschäftsfrau heute brauchen.“
Dazu zählen auch das Brennen von CDs mit dem Firmenlabel, Nachdrucke von Visitenkarten, Laminierungen, das Binden von Unterlagen, Versendungen und vieles mehr. Auch die Organisation von Bahn- oder Bustickets oder Flügen samt Umbuchungen.
Natürlich habe heute fast jeder sein eigenes Notebook dabei, weiß auch der Berliner Ritz-Carlton-Manager Marcus Loevenforst. „Aber wenn man die Technik braucht, geht sie oft nicht.“ Für diese Fälle leistet ein Conference-Concierge Ersthilfe beim Einloggen oder prüft, ob der mobile Rechner tatsächlich mit dem Beamer funktioniert.
Hinzu kommen klassische Sekretariatsaufgaben vom Abtippen über Übersetzungen bis hin zum Erstellen ganzer Power-Point-Präsentationen. Loevenforst: „Dadurch wird dem Gast viel Arbeit abgenommen.“ Eben fast so wie von der guten Seele im Vorzimmer.