Projekt der Deutschen Bahn

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Tickets per Video

In den meisten kleinen Bahnhöfen gibt es inzwischen keine Fahrkartenschalter mehr. Die DB will Geschäftsreisende via Web-Konferenz beraten.

von Oliver Graue, 02.07.2014, 09:00 Uhr
Alternative auf Geschäftsreise: Virtueller Fahrkartenverka¨ufer.
Foto: DB AG

Nicht jeder Geschäftsreisende mag es, mit den Fahrkartenautomaten der Bahn umzugehen. Und Schalter mit „echten“ Menschen gibt es sowieso fast nur noch in großen Bahnhöfen. Für alle, die dennoch den persönlichen Kontakt schätzen, bietet die Deutsche Bahn seit Kurzem eine Alternative – wenn zunächst auch nur als Pilotprojekt im Schwarzwald: das sogenannte Video-Reisezentrum.

Die Idee ist ebenso simpel wie die Funktionsweise des neuen Vertriebswegs: Kunden, die ein Ticket brauchen, betreten einen Passfotoautomat-ähnlichen Raum, drücken einen Knopf – und binnen weniger Minuten meldet sich ein DB-Mitarbeiter aus einer nahe gelegenen Reisezentrale. Zu sehen ist er auf einem von insgesamt zwei Bildschirmen.

Pilotprojekt über sechs Monate

Mit ihm kann der Kunde wie gewohnt kommunizieren, und auf dem zweiten Bildschirm kann er sogar die Zugsuche des DB-Beschäftigten im Internet mitverfolgen. Bezahlt wird die Karten in bar, mit EC- oder Kreditkarte.

Immer wieder diskutiert die MICE-Branche darüber, ob und wann eine Videokonferenz sinnvoll sein kann. Die Bahn scheint für sich eine Lösung gefunden zu haben: In einem sechsmonatigen Pilotprojekt an fünf badischen Bahnhöfen testet sie das Video-Reisezentrum. Die Mitarbeiter, die zugeschaltet werden, sitzen zentral in Villingen und Offenburg. Ob die Videoberatung deutschlandweit in den rund 2700 kleineren Bahnhöfen etabliert wird, entscheidet sich vermutlich zum Jahresende. Erste Reaktionen der Reisenden sind sehr positiv.

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