Radisson Red

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Neue Marke für Millennials

Mit einer neuen Lifestyle-Marke geht die Hotelgruppe Rezidor an den Start. Sie wendet sich an technikaffine Gäste.

von Oliver Graue, 21.06.2016, 10:00 Uhr
Pop-Kunst: bunte Zimmer im Radisson Red.
Foto: Radisson

Hotel kann auch anders: Schon äußerlich unterscheidet sich das frisch eröffnete Radisson Red in Brüssel von dem, was traditionell Hotels ausmacht. Von den Sitzkästen in der weitläufigen Lobby über die vielen Comics an den Wänden bis zur fehlenden klassischen Rezeption – bei der neuesten Marke der Hotelgruppe Rezidor dreht sich alles ums Design. Um Kunst, Musik und Mode. Dabei macht die Einrichtung dem Namen des Hotels alle Ehre, denn das Radisson Red ist vor allem eines, nämlich rot.

„Diese Lifestyle-Marke ergänzt unser Portfolio perfekt, indem wir das wachsende Gästesegment der sogenannten Millennial-Reisenden ansprechen“, sagt Elie Younes, Chefentwicklerin bei Rezidor. Wohlfühlen sollen sich in den Häusern alle Gäste, die mit dem Internet aufgewachsen sind, die es unkompliziert mögen und die neue Erlebnisse suchen. Als erstes Haus der Marke wurde jetzt das Radisson Red in Brüssel gleich neben dem EU-Parlament eröffnet. Bis 2020 sollen 60 Hotels eröffnet, die sich preislich zwischen Radisson Blu und Park Inn bewegen dürften.

Red Creative statt Rezeptionist

Ein klassisches Hotel-Team gibt es nicht. Stattdessen sind „Red Creatives“ unterwegs – Mitarbeiter, die ausschließlich über Social Media gesucht und eingestellt wurden. Neue Gäste begrüßen sie mit einem Tablet, und dies in einer lässigen Atmosphäre. Und bevor es ins Zimmer geht, können Gäste noch rasch ein Selfie aufnehmen und dieses auf dem riesigen Bildschirm in der Lobby bewundern. Instagram-Bilder lassen sich gleich nebenan sogar ausdrucken.

Im Mittelpunkt des Konzepts steht allerdings die Red App. Alles, was Gäste schnell selbst erledigen können, sollen sie über diese Handy-Applikation vornehmen – und sich dabei lästige Wartezeiten ersparen. Ob Einchecken, Auschecken, Hotelinfos oder das Begleichen der Rechnung an der Bar: All dies geschieht über die Red App.

Echte Zimmer gibt es in der Europa-Hauptstadt auch nicht: Das Haus verfügt über insgesamt 149 Studios samt Kühlschrank und großem Badezimmer. Wer Hunger oder Durst verspürt, der geht nicht in ein normales Hotelrestaurant, sondern wird mit Drinks und Bio-Snacks in der „Ouibar + Ktchn“ versorgt. Frühstück gibt es den ganzen Tag, nicht als Buffet, sondern a la carte. Und natürlich verfügt das Haus auch über Tagungsräume. Deren Tische lassen sich in Sekundenschnelle in Tischtennisplatten umfunktionieren – für die kreative Pause.

Bildergalerie

Das ist das neue Radisson Red

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Viel in Bewegung

Bei der US-Hotelgruppe Carlson Rezidor, der die europäische Rezidor (Brüssel) als Lizenznehmer angehört, ist derzeit eine Menge im Wandel. So ist das Unternehmen gerade erst von der chinesischen Investmentfirma HNA aufgekauft worden, die auch an den spanischen NH-Hotels beteiligt ist. Rezidor verfügt über Marken wie Radisson Blu, Park Inn und die beiden neuen Produkte Radisson Red und Quorvus Collection. Der Brüsseler Lizenznehmer hat 430 Hotels (Carlson insgesamt: 1400) im Portfolio. Gerade erst hat er die Marke Prizotel des Deutschen Marco Nussbaum gekauft, um damit eine Konkurrenz zu Motel One und Ibis Style zu etablieren. Chef der Zentraleuropa-Sparte von Rezidor mit knapp 90 Hotels ist der Deutsche Arno Schwalie.

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