Rasanter Röhrentransport

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Kommt der Hyperloop nach Europa?

Nahezu in Schallgeschwindigkeit von einer Metropole zur anderen reisen – das ist die Vision des Erfinders und Tesla-Gründers Elon Musk. Die erste Strecke für seinen Hyperloop-Röhrentransporter in Europa soll Bratislava mit Wien verbinden.

15.03.2016, 14:36 Uhr
Wie ein flacher, schlanker Maulwurf kommt das Hyperloop-Fahrzeug daher.
Foto: Hyperloop Transportation Technologies

Von Bratislava bis Wien in lediglich acht Minuten – eine der ersten futuristischen Hyperloop-Strecken für den Personenverkehr in Europa könnte in der Slowakei entstehen. Wie die slowakische Regierung mitteilte, werden die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen Hyperloop Transportation Technologies (HTT) derzeit geprüft. HTT-Chef Dirk Ahlborn habe kürzlich auf Einladung des Wirtschaftsministers der Slowakei einen Besuch abgestattet. Bei dieser Gelegenheit haben demnach auch erste Gespräche über die Realisierung dieser Zukunftsvision stattgefunden.

Das futuristische Rohrpost-System Hyperloop für den Transport geht auf eine Vision des US-Amerikaners und Tesla-Gründers Elon Musk zurück. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 1200 Kilometern pro Stunde sollen dabei auch Menschen in von Solarenergie angetriebenen Niederdruckröhren von einem zum anderen Ort in kürzester Zeit geschossen werden können. Minister aus der Slowakei und Österreich werden diese Woche in Bratislava das Projekt diskutieren, sagte ein Sprecher des österreichischen Wirtschafts- und Forschungsministeriums.

In Kalifornien ist eine ähnliche Strecke als Alternative zur Zugverbindung zwischen San Francisco und Los Angeles geplant. Nach ursprünglichen Plänen sollten die Fahrgäste dort innerhalb von gut einer halben Stunde die 570 Kilometer lange Strecke zurücklegen können.

Bratislava und Wien sind mit einer Entfernung von 66 Kilometern die am dichtesten zusammenliegenden Hauptstädte Europas. Die herkömmliche Verbindung zwischen den beiden Metropolen mit dem Zug braucht derzeit rund eine Stunde. Eine Hyperloop-Verbindung könne beide Städte deutlich enger verbinden und zugleich die Aufmerksamkeit internationaler High-Tech-Unternehmen für die Region wecken, sagte der Sprecher.

Der Bau einer Strecke von Bratislava nach Wien solle nun als Modellprojekt für die künftige Verbindung von europäischen Städten dienen. Über die Dauer des Projekts oder die angesetzten Kosten machte die slowakische Regierung keine Angaben.

HTT-Chef Ahlborn plant einem Bericht von „heise online“ zufolge, in Kalifornien mit dem Bau einer ersten Strecke bereits im Sommer dieses Jahres zu beginnen, die die Metropolen San Francisco und Los Angeles verbinden soll. So sollen nach dem Willen des Deutsch-Amerikaners aus Berlin dort bereits 2018 die ersten Passagiere befördert werden. (dpa)

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