Reisen nach Regeln

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So bewahren Sie Richtlinientreue

Geschäftsreisende, die sich an die Regeln halten: Das wünschen sich Travel Manager. Sie dazu zu bringen, ist mitunter jedoch eine Kunst.

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von Oliver Graue, 05.07.2017, 14:06 Uhr
Alles im Rahmen! Gute Kommunikation kann die Richtlinientreue der Reisenden verbessern helfen.
Foto: Shutterstock

Kaffeeautomaten sind die Zukunft. Jedenfalls im Travel Management und zumindest dann, wenn sie über eine Display-Anzeige verfügen. Janko Raboldt, oberster Geschäftsreise-Entscheider beim Beratungsnetzwerk KPMG, sind die Kaffeeautomaten Freund und Helfer geworden: „Um unsere Reisenden zu informieren, blenden wir morgens wichtige Hinweise auf die Reiserichtlinie ein“, sagt Raboldt. „Damit erzielen wir Aufmerksamkeit. Denn Kaffee holt sich jeder.“

Ohne Kommunikation geht heute nichts mehr. Auch nicht im Travel Management. „Wir müssen Marketing betreiben für unser Anliegen, also für das Einhalten der Reiserichtlinien“, sagt Raboldt. Schnell mal die Regeln per E-Mail an die Mitarbeiter senden, in der Hoffnung, dass sie sich diese durchlesen, merken und daran halten – das führt selten zum Erfolg. „Wir müssen unsere Reisende nach unseren Vorstellungen beeinflussen, ihnen unsere Wünsche regelrecht verkaufen“, sagt Mark Cuschieri, Travel Manager der Schweizer Großbank UBS. „Das geht aber nur, wenn wir wissen, was die Kollegen wirklich brauchen.“

Was ist Traveller Engagement?

Zwei Schlagworte machen die Runde in der Branche: Sie lauten „Reisendenzentrierung“ und „Traveller Engagement“. Soll das erste besagen, dass Geschäftsreise-Entscheider im Zeitalter des Fachkräftemangels mehr denn je das Wohl ihrer Reisenden im Blick haben müssen, geht es beim zweiten Begriff darum, diese enger einzubinden. Sie sollen sich zwar wohlfühlen, sich aber dennoch an die Richtlinien halten. Denn schließlich ist und bleibt es die wichtigste Aufgabe der Travel Manager, bei den Reisekosten zu sparen.

Doch wie lässt sich das machen: weiterhin strikt auf die Kosten achten und trotzdem verstärkt die vielbeschworenen Bedürfnisse des Reisenden in den Mittelpunkt stellen? Zunächst einmal muss mit einem Vorurteil Schluss gemacht werden: Dass „Millenials“ – also die sehr jungen Beschäftigten – viel weniger als ihre älteren Kollegen gewillt sind, die Richtlinien einzuhalten, stimmt nicht. Ganz im Gegenteil war eine junge Generation selten so wenig aufmüpfig und so anpassungsbereit wie die jetzige. Allerdings muss man es ihr leicht machen, und sie will überzeugt werden.

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