Seite 2 von 4

Erst im vorigen Jahr ergab eine Umfrage des internationalen Geschäftsreiseverbandes GBTA: Für 79% der Reisenden steht bei der Buchung die Einhaltung der Richtlinie an erster Stelle – noch vor Faktoren wie Bequemlichkeit, Kosten und Umbuchbarkeit. Zugleich sagten aber fast 80%, dass ihr Unternehmen ihnen die Regeln nicht hinreichend nahe bringen würde. Oder dass sie es selbst „einfacher und billiger“ machen könnten. So wie zu Hause eben, wenn sie ihren Privaturlaub buchen.

Um die Situation zu verbessern, schlagen Experten im Wesentlichen vier Dinge vor:

1. klare, aussagekräftige Reiserichtlinien,

2. ein besseres und zielgerichtetes internes Marketing, also mehr Kommunikation mit den Reisenden,

3. aktives Zuhören: Was wollen die Reisenden wirklich?, und

4. „smartes Steuern“ der Reisenden in die richtige Richtung mithilfe der Technik.

„Oft sind viele Reiserichtlinien einfach nicht aussagekräftig“, erklärt Johanna Petermann, Program Consultant bei CWT, den ersten Punkt. „Da werden Aspekte aufgenommen, die nicht näher begründet oder erläutert werden. Was genau heißt denn zum Beispiel „das Günstigste“?“ Bleiben Richtlinien jedoch derart unklar, sind sie auch schwer zu kontrollieren, sagt die Beraterin: „Das kann zur Folge haben, das sich Mitarbeiter nicht an solche Regeln halten.“

Was will ich eigentlich?

Grundsätzlich müsse sich ein Unternehmen zunächst darüber im Klaren sein, was es mit den Reiserichtlinien überhaupt erreichen will: Kosten sparen, Daten konsolidieren, der Fürsorgepflicht genügen oder Mitarbeiter motivieren? Meist spielen alle diese Ziele eine Rolle, das eine mehr, das andere weniger. Im nächsten Schritt sollte man definieren, wie man sie erreichen will. Beim Kostensparen etwa spielen die frühzeitige Buchung und die Pflicht zu günstigen Umsteigeflügen statt der Direktverbindung eine große Rolle. Bei Datenkonsolidierung und Sicherheit ist es der einheitliche Buchungsweg.

„Dafür reicht es nicht mehr, beispielsweise das Thema „Flug“ in nur vier Sätzen abzuhandeln“, sagt Johanna Petermann. „Möglichkeiten müssen konkret geklärt, mit Beispielen unterlegt und begründet werden. Der Mitarbeiter soll verstehen, was dahinter steckt und so eher bereit sein, die Richtlinien tatsächlich einzuhalten.“

Nächste Seite: Kommunikation als A und O

Dossier: Stahlbranche

Dossier Stahlbranche (Teil 1)
(0)

Industrie im Umbruch

Chinesische Billig-Importe machen heimischen Stahlherstellern zu schaffen. Doch nach einigen dramatischen Jahren zeigen EU-Anti-Dumping-Initiativen nun erste positive Konsequenzen. mehr

Dossier Stahlbranche (Teil 2)
(0)

Deutsches Cowboy-Land in Texas

New York, Florida und Kalifornien gehören zu den beliebtesten US-Zielen deutscher Besucher. Ebenso faszinierend ist jedoch Texas, allein schon wegen seiner deutschen Vergangenheit. Eine spannende Region auch für MICE. mehr

 

Weitere Business Travel-Themen

Verpflegungspauschale
(0)

Neue Sachbezugswerte für 2017

Die amtlichen Werte, die für Mahlzeitengestellung außerhalb von Dienstreisen anzusetzen sind, wurden leicht erhöht. Der Betrag für Unterkunftskosten bleibt gleich. mehr

 
© 2017 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Impressum AGB Datenschutz Kontakt Media