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Allerdings führt dies unmittelbar zu Punkt 2, der Kommunikation. Je komplexer und detaillierter ein Werk, desto schwerer ist es, dieses zu vermitteln oder überhaupt Aufmerksamkeit dafür zu finden. Denn wer liest im Zeitalter der Schnelligkeit und Medienüberflutung wirklich noch eine mehrseitige Reiserichtlinie?

Das A und O ist daher die Kommunikation. „Damit eine Reiserichtlinie im Unternehmen gelebt wird, ist eine Menge an Kommunikationsarbeit nötig“, sagt die Beraterin Andrea Zimmermann (btm4u). Immer wieder müssen Botschaften aus der Richtlinie vermittelt werden und dies über alle möglichen Kanäle. E-Mails, Newsletter, Intranet und Broschüren gehören ebenso dazu wie Plakate, Web- und Vor-Ort-Schulungen oder eben das Display an der Kaffeemaschine.

Eigene Online-Zeitung

Das Wuppertaler Vorwerk-Unternehmen erstellt eine eigene regelmäßige Online-Reise-Zeitung, die auch einen Vergleich der einzelnen Abteilungen in Sachen Richtlinientreue enthält. Andere Firmen erstellen kleine handliche Büchlein mit den wichtigsten Angaben und Hinweisen, wo nähere Informationen zu finden sind.

Natürlich geht es dabei nicht um die gesamte Reiserichtlinie. Es können immer nur ganz bestimmte Aspekte herausgegriffen werden, die als besonders dringlich erscheinen. Wurde bei der Analyse der Reportings etwa festgestellt, dass zu spät und daher zu teuer gebucht wird, muss das Kriterium „Vorausbuchungsfrist“ beworben werden. Wichtig: Die Mitarbeiter müssen verstehen, warum der Faktor so wichtig ist, weshalb sie ihr Verhalten ändern sollen.

Erst aus der Vogelperspektive

Berater wie die Hamburgerin Liane Feisel (Feisel Consulting) empfehlen sogar, ein umfassendes Kommunikationskonzept aufzusetzen: vom „Vogelperspektiven-Workshop“ mit den unterschiedlichsten Beteiligten zu Beginn über eine Fragebogenaktion im Unternehmen bis hin zur zielgruppengerechten Umsetzung des Konzepts.

Gerade Letzteres spielt eine entscheidende Rolle: „Jede Zielgruppe benötigt eine andere Ansprache“, sagt Liane Feisel. „Wenigreisende müssen auf andere Weise und über andere Medien angesprochen werden als Vielreisende, Buchende oder das Top-Management.“ Wie ein solches Kommunikationskonzept aussehen kann, haben wir in einer früheren BizTravel-Ausgabe erläutert:

go.biztravel.de/kommunikation

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