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Reisen macht krank - Nichtreisen auch

Schwer darmleidend kehrte ich von einer Usbekistan-Reise zurück. Dabei stand die nächste Tour - nach Georgien - kurz bevor. Verzichten? Oder nur Konservenkost essen?

01.02.2010, 19:19 Uhr

Usbekistan ist ein spannendes Land. Die vielen farbenprächtigen Moscheen, Mausolen und Koreanschulen entlang der berühmten Seidenstraße lohnen eine Reise in das Land, das in aller Regel nicht auf den Plänen der hiesigen Touristiker steht. Spezialveranstalter freilich bieten die einstige Sowjetrepublik schon lange an, und für viele Geschäftsreisende stellt Usbekistan ebenfalls keinen weißen Fleck auf der Weltkarte dar. Ansonsten sieht man förmlich das Fragezeichen, das im Kopf der Gesprächspartner auftaucht, wenn man ihnen berichtet, man reise demnächst nach Usbekistan. Usbekistan? Wo liegt das denn? Das ist nicht arrogant gemeint. Hätte ich nicht eine Einladung zum Besuch dieses mittelasiatischen (!) Landes bekommen, hätte ich vermutlich auch nicht über seine geografische Lage sinniert.

Nun aber war ich dort, und es hat sich gelohnt. Spannend nicht nur die Architektur, sondern auch der gesellschaftliche und soziale Wandel, der sich dort vollzieht. Einen ausführlichen Bericht finden Sie übrigens in der aktuellen BizTravel. Haben Sie das Heft nicht, bestellen Sie es einfach - es kommt kostenlos zu Ihnen.

Aber auch aus einem anderen Grund werde ich die Reise in das Morgenland nicht vergessen: Schon kurz nach der Rückkehr hatte ich mit starken Magen- und Darmbeschwerden zu kämpfen. Erbrechen, Durchfall - das hat mich über Wochen in meiner Arbeit eingeschränkt. Aber wer denkt schon an derlei, wenn bislang jede Reise - selbst in ähnlich gelagerte Länder und Regionen - reibungslos vonstatten ging?

Entsprechend nervös und mit einem wahrhaft flauen Gefühl im Magen flog ich dieser Tage nach Georgien. Wer weiß, ob dort nicht diesselbe Gefahr droht? Beim Anblick der leckeren Speisen dort verflogen jedoch mit einem Mal meine Vorsichtsgedanken, und den Genuss von Käsepizza und Schaschlik bereue ich nicht. Denn natürlich bin ich gesund geblieben.

Wahrscheinlich haben meine Kollegen Recht, die mich nach der Rückkehr aus Usbekistan mit den Worten trösteten: "Das hätte Dir überall passieren können!" Und kein Kollege war dabei, der nicht bereits ähnliche Erfahrungen gemacht hätte - in Ägypten, in der Türkei, in Tunesien. Die meisten allerdings zogen sich ihr Durchfall-Leiden oder gar Salmonellen an einem ganz profanen Ort zu, weit entfernt von Usbekistan und Co: in Deutschland. Ergo: Reisen kann krank machen. Zuhause bleiben aber auch.

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