Die Unternehmen sollten ihre Reiserichtlinien regelmäßig aktualisieren. Das empfiehlt American Express. Doch die Realität sieht oft anders aus, wie eine Studie zeigt.
Die Aktualität von Reiserichtlinien lässt in vielen Unternehmen zu wünschen übrig. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie von American Express Business Travel, für die etwa 100 große und mittelständische Unternehmen befragt wurden. Danach hat nicht einmal jede dritte Firma im vergangenen Jahr die eigenen Reisrichtlinien überarbeitet und aktualisiert.
Die oftmals versäumte Überarbeitung und Anpassung der Reiserichtlinien an aktuelle Trends kostet die Unternehmen laut American Express unter Umständen nicht nur Geld, sondern gefährdet auch die Sicherheit der reisenden Mitarbeiter. Wobei gerade der Aspekt der Reisesicherheit in vielen Richtlinien sträflich vernachlässigt wird. Gerade einmal bei zwölf Prozent der befragten Unternehmen finden sich in der Travel Policy Hinweise und Direktiven zur Reisesicherheit.
Nachholbedarf sehen die Experten von American Express auch noch in der Regelung des Umgangs mit Zusatzgebühren insbesondere bei Hotel- und Mietwagen-Buchungen. Bei 80 Prozent der Unternehmen fehlen Vorgaben, wie mit der Frage von Rückerstattungen umgegangen werden soll.
Keiner der Umfrageteilnehmer hat zudem den Umgang mit mobilen Reise-Applikationen für Smartphones in seinen Reiserichtlinien geregelt, obwohl immer mehr Geschäftsreisende mobile Apps nutzen.
Dabei geht es laut American Express aber nicht nur darum, neue Themen in die Reiserichtlinien zu integrieren. Auch bestehende Inhalte gehören nach Angaben des Geschäftsreise-Anbieters auf den Prüfstand. So sollten Unternehmen die häufig verwendete Vorgabe, dass stets der günstigste verfügbare Flug gebucht werden muss, regelmäßig überprüfen. Schließlich könne es sein, dass solch eine Regelung sich negativ auf verhandelte Raten mit Airlines auswirken, da vereinbarte Volumina aufgrund der Best-Buy-Regelung nicht mehr erreicht werden.