Reisewarnung

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Ebola-Virus greift in Westafrika um sich

Das Auswärtige Amt rät dringend von Reisen nach Guinea, Liberia und Sierra Leone ab. Aber auch in Regionen angrenzender Staaten besteht Ansteckungsgefahr.

15.04.2014, 08:55 Uhr

Das teilt der Visadienst Visumpoint mit. In Guinea, Liberia und Sierra Leone wurden bereits mehr als 160 Menschen mit Verdacht auf eine Infektion mit dem Ebola-Virus ins Krankenhaus gebracht. Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen, WHO und andere sind in diesen Gebieten im Noteinsatz. Mehr als 100 Menschen starben an der Infektion. Das Auswärtige Amt rät derzeit dringend von Reisen in diese Länder ab. Aber auch Reisenden in den Ländern Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Gambia, Ghana, Guinea-Bissau, Mali, Senegal und Togo wird empfohlen, Grenzregionen zu den betroffenen Staaten zu meiden.

Ebola-Fieber wird durch Viren verursacht und von Mensch zu Mensch durch Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen. Es kommen Übertragungswege wie Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen), Schmierinfektion (Handgeben, Kontakt zu Ausscheidungen), neonatale Transmission (Geburt) oder Geschlechtsverkehr in Betracht. Als Hauptwirt vermutet man Nil-Flughunde.

Symptome treten oft erst nach drei Wochen auf. Unspezifische Symptome sind hohes Fieber, Erbrechen, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Entzündungen (Bindehaut, Rachenraum), Kreislauf-Zusammenbrüche, Krämpfe und Lähmungen. Es kommt schließlich zu Blutungen von Milz, Magen-Darm-Trakt und Lunge sowie nach außen. Nieren- und Leberfunktionsstörungen sowie Organversagen folgen häufig. Die Infektion verläuft zu 90 Prozent tödlich.

Zur Diagnose müssen Speichel, Urin oder Blut genetisch untersucht werden. Eine Therapie existiert noch nicht.

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