Die japanische ANA blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die Folgen der Tsunami- und Atomkatastrophe vor gut einem Jahr hat der Carrier erstaunlich schnell verkraftet.
Die börsennotierte Fluggesellschaft konnte in dem am 31. März beendeten Geschäftsjahr einen Umsatz von umgerechnet 12,8 Mrd. Euro erreichen. Das entspricht einem Anstieg von vier Prozent. Der operative Ertrag stieg um stolze 43 Prozent auf etwa 883 Mill. Euro, der Gewinn nach Steuern legte um 20,9 Prozent auf 255,9 Mill. Euro zu. Die Aktionäre erhalten eine Dividende von vier Yen (0,03 Euro) pro Aktie.
Das Geschäftsergebnis ist nicht selbstverständlich. Schließlich hatte auch Japans größte Airline mit den Folgen der Tsunami-Katastrophe und dem damit verbundenen Atomunfall in Fukushima Anfang März 2011 zu kämpfen. Durch ein strenges Kosten-Management und eine erfolgreiche Ankurbelung der Nachfrage gelang dem Unternehmen eigenen Aussagen zu Folge dennoch eine schnelle Erholung. So brachte der Star Alliance Carrier unter anderem ein Notprogramm zur Kostensenkung auf den Weg, das bisher umgerechnet 270 Mill. Euro umfasste und in den kommenden Monaten fortgeführt werden soll.
Sehr erfolgreich entwickelte sich dabei das internationale Geschäft des Carriers: Dort wuchs der Umsatz überdurchschnittlich um knapp 360 Mill. Euro (plus 14 Prozent) auf insgesamt mehr als 2,9 Mrd. Euro. Dort, wie auch im Inlandsmarkt, erreichte die Nachfrage bereits im Juni 2011 wieder den Stand von vor dem Erdbeben im März.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die ANA ebenfalls eine positive Entwicklung.