Premiere für den neuen Ost-West-Express der Russischen Staatsbahn. Seit gestern rollt der wiederbelebte Zug nach Paris, auch mit Unterstützung der Deutschen Bahn.
DIe Russische Staatsbahn RZD fährt seit gestern planmäß9g auf der Route Paris–Moskau. Der Zug benötigt für die neue Direktverbindung, die via Berlin künftig bis zu fünfmal pro Woche angeboten wird, 37 Stunden. In früheren Sowjetzeiten und bis 1994 hatte es eine regelmäßigen Direktverkehr zwischen Moskau und Paris gegeben. Seitdem war die Zugverbindung bestenfalls mit Kurswagen oder mit Umstieg in Berlin möglich.
Die Russische Staatsbahn führt den neuen Nachtzug eigenverantwortlich mit modernem Wagenmaterial durch. Dabei kann das Verkehrsunternehmen allerdings auf die Unterstützung der Deutschen Bahn zählen. RZD-Vizepräsident Mikhail Akulov hat gestern einen Kooperationsvertrag mit Christian Brambring, dem Geschäftsführer der Bahntochter DB Autozug geschlossen. DB Autozug betreibt selbst die Nachtzüge der Marke City Light Line und hilft den russischen Partnern nun beim Betrieb aber auch im Vertrieb.
Eine Konsequenz: Die Fahrkarten in Richtung Paris und Warschau sind über alle bekannten Vertriebswege der Deutschen Bahn buchbar. Die Preise nach Moskau beginnen ermäßigt bei 124 Euro pro Strecke.