Senegal

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Neuer Flughafen soll im Dezember eröffnen

Der neue internationale Flughafen Blaise Diagne AIBD soll nach zahlreichen Verzögerungen nun Ende des Jahres eröffnen. Dort könnten einmal bis zu 20 Mio. Passagiere jährlich abgefertigt werden.

von Magdalena Laßmann, 17.03.2017, 17:31 Uhr
Wachstumsschub: Der neue Flughafen von Dakar – hier in der Animation – soll Senegal auch touristisch beflügeln.
Foto: AIBD

Am Aeroport International Blaise Diagne wird bereits seit April 2007 gebaut. Es gab zahlreiche Verzögerungen, die aktuellste Aussage lautet: Eröffnung im kommenden Dezember. Die letzte Fertigstellungsphase wird von dem türkischen Bauunternehmen Summa-Limak betreut. Betreiber des Flughafens wird nach einem Management-Vertrag Fraport sein. Es wäre der erste Flughafen für das Unternehmen in Afrika.

Der neue Airport soll den Flughafen Dakar-Léopold Sédar Senghor GOOY ablösen, da dieser nicht mehr zeitgemäß und den steigenden Passagierzahlen und Frachtraten nicht mehr gewachsen ist. Der Neubau wird dann auch den Drei-Letter-Code DKR für den Flugverkehr erhalten.

Das Terminal kann nach Angaben des Projektunternehmens AIBD.SA unter Führung von Abdoulaye Mbodji in der Anfangsphase bis zu drei Millionen Passagiere jährlich abfertigen. In seiner zweiten Phase könnten jährlich etwa zehn Millionen, später gut 20 Mio. Passagiere den Flughafen passieren. Die Service-Qualität hat das Niveau IATA B, das der zweiten Kategorie in den fünf Klassifizierungsstufen im Bereich der Flughafendienstleistungsqualität der Iata entspricht. Auf dem Flughafen können Flugzeuge aller Typen wie Airbus A-380 und Boeing B-747 landen.

Höherer Komfort für Passagiere

Nach aktuellen Angaben der senegalesischen Tourismusagentur haben im vergangenen Jahr gut eine Million Touristen das westafrikanische Land besucht. Diese Zahl soll nach ehrgeizigen Plänen des Ministeriums bis 2023 auf drei Millionen Gäste verdreifacht werden. Größter Veranstalter aus Deutschland ist FTI, weitere Anbieter von Reisen in den Senegal sind Chili Reisen, Ivory Tours und Africa Live.

Bei FTI freuen sich die Produktverantwortlichen über die bequemere An- und Einreise der Gäste. Laut FTI sind ein großer Wartebereich sowie eine Empfangshalle vorgesehen, sodass die FTI-Repräsentanten und andere Veranstalter-Mitarbeiter die Gäste besser in Empfang nehmen können. Die neuen Zufahrtswege zum Airport stellen zudem eine Entlastung des Stadtverkehrs dar und auch die Erreichbarkeit wird dadurch sichergesellt, heißt es beim Münchner Veranstalter.

Den Namen erhält der Flughafen übrigens vom ersten schwarzafrikanischen Abgeordneten in der französischen Nationalversammlung – Blaise Diagne (1872 bis 1934).

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