Serviced Apartments

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Tipps für Travel Manager

Als individuelle Alternative zum Hotel gewinnen Apartments auch bei Geschäftsreisen mehr Anhänger. Firmen, die sie buchen wollen, sollten jedoch einige Regeln beachten.

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von Oliver Graue, 07.11.2016, 09:00 Uhr
Lieblingsfarbe Rot: Ein Apartment der Derag Livinghotels in Frankfurt.
Foto: Maximilian Sydow/DLH

Er wächst nicht rasant, doch er wächst: Insgesamt 825.000 Serviced Apartments weltweit gab es im vorigen Jahr. Immerhin hat sich der Markt in den vergangenen acht Jahren damit glatt verdoppelt. Laut einer Studie des britischen Anbieters Apartment Service soll in zwei bis drei Jahren sogar die Millionenmarke geknackt sein. Das ist, verglichen mit klassischen Hotels, nicht viel. Doch Tatsache ist auch, dass fast die Hälfte der Travel Manager heute mehr Serviced Apartments bucht als noch im Jahre 2008. Und: Fast 70 Prozent aller Angebote sind im Internet abgebildet. Dabei hinkt Deutschland anderen Staaten wie den USA oder Großbritannien in Sachen Apartments noch deutlich hinterher. Das liegt aber auch daran, dass die Hotelpreise hierzulande im weltweiten Vergleich niedrig sind und von Apartmentanbietern selbst für Langzeitaufenthalt nicht immer unterboten werden können.

Dennoch: Serviced Apartments sind für solche Reisende eine Alternative zu Hotels, die vor Ort längere Zeit verweilen – etwa, weil sie an einem Projekt arbeiten. „Oftmals bieten ihnen Apartments mehr Platz als ein Hotelzimmer, auch können sie eigene Accessoires mitbringen und dank der Küchenzeile selbst kochen“, sagt Sam van Leeuwen, die für den Hoteleinkauf zuständige Travel Managerin des Beratungsunternehmens PWC. Das Unternehmen bucht Serviced Apartments inzwischen aber auch für kürzere Reisen, etwa nur für drei oder vier Nächte. „Viele Berater sind bei uns fast ständig unterwegs und nur am Wochenende zu Hause“, sagt Sam van Leeuwen: „Sie wollen einfach mal was anderes sehen als immer nur Hotelzimmer."

So werden Serviced Apartments kategorisiert

Dabei ist Serviced Apartment noch lange nicht Serviced Apartment. Die sogenannten Langzeithäuser lassen sich in verschiedene Kategorien aufteilen:

Klassische Serviced Apartments bieten meist größere Zimmer, die über eine Küchenzeile mit Kühlschrank, Herd, Wasserkocher, Toaster, Kaffeemaschine und Mikrowelle verfügen. Im Preis enthalten sind Leistungen wie die wöchentliche Zimmerreinigung sowie die Nutzung einer gemeinsamen Waschmaschine. Zusatzleistungen hingegen sind gebührenpflichtig: Das Frühstück zählt ebenso dazu wie der Brötchenbringservice, das Auffüllen des Kühlschranks oder häufigeres Reinigen des Zimmers. Zu den typischen Vertretern gehören Ketten wie Derag Livingshotels und Citadines sowie privatgeführte Häuser. Die Apartments lassen sich direkt bei den Anbietern buchen oder über Drittplattformen wie Apartmenthotels.com, Acomodeo oder Apartmentservice.

Aparthotels sind meist größer und bewegen sich in Sachen Zimmergröße und Serviceangebot zwischen Serviced Apartments und klassischen Hotels. So ist die Rezeption oft 24 Stunden am Tag besetzt; zudem gibt es Frühstücksbuffets. Die australische Kette Adina sieht sich etwa als Aparthotel, ebenso wie die Accor-Marke Adagio.

Möblierte Business-Wohnungen sind in aller Regel meist erst ab einem Aufenthalt von mindestens 1 Monat zu mieten. Die vollständig eingerichteten Apartments richten sich außer an Geschäftsreisende auch an Expats. Zusätzliche Leistungen gibt es meist nicht. Oft handelt es sich um von Privatleuten angebotene Zimmer. Plattformbetreiber wie Homelike vermitteln die Wohnungen, kassieren dafür ein Honorar und garantieren im Gegenzug die Einbindung in die bestehenden Travel-Management-Prozesse.

Die Sharing Economy mit Anbietern wie Airbnb vermittelt zwar auch Privatunterkünfte als Apartments, basiert jedoch auf einem anderen Prinzip. Jedermann kann über das Portal seine Zimmer anbieten; einheitliche Prozesse für das Travel Management gibt es jedoch ebenso wenig wie Standards in Sachen Sicherheit und Datenschutz. Die meisten Firmen nutzen Sharing Economy daher nicht.

 
 
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