Sicherheit auf Geschäftsreisen

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Gerüstet für den Ernstfall

Dienstreisende zieht es in alle Welt – auch in Krisengebiete. Doch nicht jedes Travelmanagement ist auf Notfälle vorbereitet. Tipps für mehr Sicherheit auf Geschäftsreisen.

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von Martin Jürs, 07.11.2012, 09:00 Uhr
Gut behütet: Wer auf Geschäftsreise geht, sollte abgesichert sein.
Foto: Getty Images/OJO Images

Den Überblick bei der Fraunhofer-Gesellschaft zu behalten ist nicht einfach. Schließlich gehören dem Forschungsverbund 65 Institute an, deren mehr als 23.000 Mitarbeiter sich auf 83 Standorte verteilen. „Wir sind auf fünf Kontinenten vertreten“, sagt Daniela Kronreif, die in der Münchner Zentrale für das Travelmanagement zuständig ist. Entsprechend international sind die Mitarbeiter auf Geschäftsreisen unterwegs. Um jederzeit zu wissen, wo sich die Institutsmitarbeiter aufhalten, hat Kronreif im Vorjahr ein neues Risk Management für Geschäftsreisen eingeführt, inklusive Länderinformationen und Traveller Tracking.

Fürsorgepflicht der Firmen

„Mit dem neuen System kommen wir unserer Fürsorgepflicht nach“, betont Kronreif. Schließlich trage man Verantwortung dafür, dass die Mitarbeiter unbeschadet von ihren Reisen zurückkehren. Ausschlaggebend für die Investition in das Tracking-Tool des Sicherheitsdienstleisters International SOS, das auf den Buchungsdaten der Reisenden basiert, war die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull. Die legte 2010 weite Teile des europäischen Luftverkehrs für Tage lahm und ließ Tausende von Reisenden in der Fremde stranden. Auch Beschäftigte der Fraunhofer-Gesellschaft waren betroffen. „In solchen Situationen ist es wichtig, dass der Arbeitgeber weiß, wo die Mitarbeiter sich aufhalten“, sagt Kronreif.

Allein steht die Fraunhofer-Gesellschaft mit den verstärkten Anstrengungen für mehr Sicherheit auf Geschäftsreisen nicht. „In den Ausschreibungen nehmen die Fragen zu diesem Thema stark zu“, beobachtet Ute Brinkmeyer, beim Geschäftsreiseanbieter FCM Travel Solutions zuständig für die Sicherheitslösungen für Firmenkunden.

Sicherheitspakete für Geschäftsreisen

Unvorbereitet treffen solche Fragen Brinkmeyer nicht. Alle großen Geschäftsreiseketten bieten heute eine breite Palette von Sicherheitsservices an. Die beginnt bei der Vermittlung von Auslandsreiseversicherungen sowie Lieferung von Reisehinweisen und reicht bis zum Traveller Tracking der Reisenden, der Lokalisierung via GPS-Ortung und der Notfallkommunikation mit den Reisenden via SMS oder E-Mail. Gerade Letzteres, eine „effiziente two-way-communication in Echtzeit“, rückt dabei nach Beobachtung von Anton Lill, Deutschland-Chef von American Express, immer mehr in den Vordergrund. Angeboten werden diese Leistungen meist nach dem Baukastenprinzip. Firmenkunden können sich einzelne Sicherheitsmodule je nach ihren Anforderungen heraussuchen oder entsprechende Pakete auswählen.

 
 
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