Sicherheit, Teil 4

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Daten aus 500 Quellen

Der Anbieter A3M liefert Firmenkunden alle Informationen über Krisen und Katastrophen auf der Welt.

von Oliver Graue, 15.09.2017, 17:30 Uhr
Marcel Brandt
Foto: privat

Pausenlos checken die A3M-Mitarbeiter in Tübingen und in Südkorea das Weltgeschehen, um daraus Warnungen zu formulieren: A3M, 2006 von zwei Professoren der Hochschule Furtwangen gegründet, ist heute einer der größten Anbieter von Reisehinweisen. BizTravel sprach mit General Manager Marcel Brandt.

Herzstück bei A3M-Arbeit ist das Global- Monitoring-System. Was genau ist das?

Unser Global-Monitoring-System veranschaulicht auf übersichtliche Weise sämtliche Krisenherde weltweit – politischer und meteorologischer Art, menschengemachte Ereignisse und Naturkatastrophen. Unsere Firmenkunden benutzen das System, um zum Beispiel Reisedaten von Mitarbeitern mit aktuellen Ereignissen abzugleichen. So können sie diese im Notfall warnen oder informieren und nach Bedarf reagieren.

Woher beziehen Sie Ihre Informationen?

Gegenwärtig aus etwa 500 Quellen. Dazu zählen Nachrichtenagenturen wie dpa und AFP, aber auch Tsunami-, Erdbeben- und Hurrikan-Center sowie staatliche Institutionen und Organisationen. Wir beobachten zudem laufend die sozialen Medien. Informationen hieraus verifizieren wir jedoch durch offizielle Nachrichtenquellen.

Wer sind Ihre Kunden?

Das sind Konzerne ebenso wie kleine und mittlere Firmen sowie Einzelunternehmer. Zu unseren Kunden zählen zum Beispiel Kärcher, Uvex, Tchibo und viele mehr. Wir kooperieren sehr eng mit Ketten wie LCC, FCM, Derpart und First Business Travel, die Global Monitoring als festen Bestandteil in ihr Portfolio aufgenommen haben.

Wie informieren Sie über Krisen?

In aller Regel nutzen die Travel Manager unser Global-Monitoring-System, um die Informationen unmittelbar und vollautomatisiert per E-Mail oder SMS an die Reisenden zu versenden. Mit unserer neuen App haben nun auch die Reisenden die Möglichkeit, Alerts direkt per Mobil-Applikation zu erhalten. Die App erkennt anhand von GPS-Signalen, wo sich der Nutzer gerade aufhält.

Wie viele Mitarbeiter hat A3M?

Derzeit insgesamt 30 feste Mitarbeiter. Am schnellsten wächst unsere Redaktion, die rund um die Uhr und überwiegend mit Politikwissenschaftlern besetzt ist. Zudem gibt es eine Entwicklungsabteilung, die laufend das Global-Monitoring-System ausbaut und Kundenprojekte realisiert.

Ist eine Zunahme an Negativereignissen in den vorigen Jahren zu verzeichnen?

Jein. Politisch gesehen nahmen die Krisen 2016 in der Tat zu. Was Naturkatastrophen angeht, war 2016 aber weniger schlimm als das Vorjahr.

Was kostet Ihr Service Firmenkunden?

Das hängt davon ab, in welchem Grad Firmen unser System nutzen. Manche Travel Manager nutzen nur den Webzugang, der ab 95 Euro pro Monat erhältlich ist. Die Kosten steigen je nach Ausbaustufe und Anzahl der Anwender. Ein KMU mit 20 Reisen im Jahr zahlt ab 250 Euro pro Monat.

A3M bietet kein komplettes Risiko management ...

Wir sind darauf spezialisiert, Gefahren zu erkennen. Zusammen mit unserer Schwestergesellschaft Trisavo decken wir aber auch die wichtigen Bereiche des Risikomanagements wie medizinische und Sicherheits-Assistance ab. Wir raten Firmen, mit unseren Infos einzusteigen, um dann nach Bedarf Assistance dazuzunehmen.

Was ist noch geplant?

Unser Hauptprojekt ist derzeit die Global- Monitoring-App. Nach einer ersten erfolgreichen Pilotphase mit ausgewählten Firmen machen wir diese ab Oktober einer größeren Zielgruppe verfügbar.

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