Sicherheitskontrollen

(0)

Body Scanner ausgetrickst

Mit enormem Aufwand kämpft insbesondere die USA gegen die Terrorgefahr. Doch teure Geräte haben mitunter gravierende Sicherheitslücken, weisen nun US-Forscher nach.

von Lutz Schmidt, 21.08.2014, 17:01 Uhr

Immer wieder kursieren im Internet dubios klingende Geschichten darüber, wie sich modernste Body Scanner an Sicherheitsschleusen austricksen lassen. Stets wiesen US-Behörden die Berichte zurück und erklärten diese zu „Märchen“. Doch nun traten Sicherheitsforscher von drei US-Universitäten den Gegenbeweis an. Sie besorgten sich bei Ebay einen gebrauchten Body Scanner vom Typ Rapiscan Secure 1000, der in den Vereinigten Staaten weit verbreitet ist.

Bei ihren Tests wiesen die Forscher nun laut US-Magazin „Wired“ nach, dass es leicht ist, Metallwaffen am Körper nahezu unsichtbar mit sich zu führen. Vor dem schwarzen Hintergrund waren die am Körper getragenen Feuerwaffen und Klappmesser praktisch nicht zu erkennen. Und es kommt noch schlimmer: Plastiksprengstoff kann so an den Körper angepasst werden, dass er im Scanner-Bild ebenfalls nicht auffällt.

Für technisch versiertere Terroristen empfiehlt sich zudem ein auf dem Körper getragener QR-Code, mit dem sich nach voriger Infiltration von Schad-Software in den Body Scanner, ein unverdächtiges Bild auf dem Monitor ausspielen lässt.

Die Forscher der University of California in San Diego, der University of Michigan und der John Hopkins University kommen zu dem Fazit, dass solcherlei Body Scanner höchstens naive Menschen stoppen könnten. Vernichtendes Urteil für ein Gerät, das im Neupreis eine Million US-Dollar gekostet hat und von dem einst für gut 160 US-Flughäfen eine Milliarde Dollar ausgegeben worden war. Heutzutage ist das Rapiscan Secure 1000 dort zwar schon durch effektivere Neugeräte ersetzt. An Gerichten, in Behörden und anderen sicherheitskritischen Bereichen kommt das von den Forschern getestete Gerät allerdings nach wie vor häufig vor.

Weiterführende Links

Weitere Business Travel-News

Nach dem Referendum
(0)

Easyjet bereitet sich auf Brexit vor

Die britische Billig-Airline Easyjet rüstet sich für den Brexit. Sie will ein Luftverkehrsbetreiber-Zeugnis (AOC) in der Europäischen Union beantragen. mehr

 

Germanwings-Absturz
(0)

Anwälte bekräftigen Vorwürfe gegen Lufthansa

Hinterbliebenen-Anwälte von Opfern des Germanwings-Absturzes haben ihre Vorwürfe gegen die Lufthansa bei einer Anhörung in Paris bekräftigt. Der Co-Pilot hätte nicht beschäftigt werden dürfen. mehr

 

USA
(0)

Schließung von Flughafen wegen Missverständnisses

Fatales Missverständnis: Vermutlich wegen eines Irrtums während einer Übung ist der Regierungsflughafen Joint Base Andrews bei Washington geschlossen worden. mehr

 

Vietnam
(0)

Vorerst kein Visum für kürzere Reisen

Deutsche brauchen für eine Reise nach Vietnam für ein weiteres Jahr kein Visum für kürzere Aufenthalte im Land. Das teilt die Botschaft von Vietnam mit. mehr

 

BizTravel für unterwegs

Kennen Sie schon den mobilen Auftritt von BizTravel? Unter mobil.biztravel.de lassen sich die News der Branche optimal auf dem Smartphone lesen – und zwar unabhängig vom Betriebssystem.

 
© 2016 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Impressum AGB Datenschutz Kontakt Media