Skandinavien

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Reisen in den Norden boomen

Die Touristenzahlen in den nordischen Staaten erreichen ein Allzeithoch. Tendenz: weiter steigend. Ein Überblick.

von Oliver Graue, 11.03.2016, 10:02 Uhr
Unesco-Weltkulturerbe: Die Hafenfront Bryggen in Bergen.
Foto: Thinkstock

Dänemark: Im zweiten Jahr in Folge zogen die Buchungen an – nachdem es zuvor sechs Jahre lang abwärts gegangen war. 13,8 Mio. Übernachtungen bedeuten 2015 ein Plus von 6,7 Prozent. Und die Vorbuchungen für diesen Sommer weisen auf einen neuen Rekord hin: Novasol, Marktführer bei Ferienhäusern, verkündet ein Plus von 15 Prozent. Ferienhäuser sind die in Dänemark mit Abstand beliebteste Ferienform vor dem Camping.

Finnland: Erwartet worden war für 2015 ein deutlicher Rückgang, vor allem wegen des Ausbleibens der Russen. Doch tatsächlich stieg sogar die Gesamtbesucherzahl, auch weil knapp acht Prozent mehr Deutsche ins einzige Euro-Land im Norden reisten. Für den Winter 2015/16 melden die Veranstalter hohe zweistellige Zuwächse. Favoriten bei den Urlaubern sind die Hauptstadt Helsinki sowie Lappland im Winter, auch dank neuer Flugrouten wie München–Kittilä (Lufthansa). Weitere Marketing-Schwerpunkte will Visit-Finland-Chef Jyrki Oksanen jetzt auf das Ferienhausprodukt und die finnische Ostseeküste mit den Schären legen. Seit 1. März 2016 läuft zudem ein E-Learning für Reisebüros in der fvw Akademie.

Island: Das nördlichste Land Skandinaviens eilt sich von einem Touristenrekord zum nächsten. Vor zehn Jahren waren gerade einmal 100.000 Urlauber gekommen – 2015 waren es 1,3 Mio. Und für dieses Jahr werden sogar 1,6 Mio. angepeilt. Aus Deutschland verzeichnet Island gar ein Plus von 20 Prozent auf 103.000 Gäste, von denen über 40 Prozent inzwischen im Winter kommen. Icelandair erhöht seine Frequenzen ab Deutschland zum Sommer, Wow Air nimmt Frankfurt neu in den Plan.

Norwegen: Für seine faszinierende Natur ist Norwegen lange bekannt. Nun rückt das Land seine Kulturschätze stärker in den Fokus: die sieben Weltkulturerbestätten ebenso wie die moderne Architektur der Städte und kulturelle Highlights wie das Munch-Museum. Erstmals ist Norwegen bei dieser ITB zusätzlich in der Culture Lounge (Halle 16) vertreten. Mit fünf Prozent verzeichnet das Land für 2015 ein klares Gästeplus aus Deutschland: „Das deutliche Wachstum bestätigt erneut das große Interesse an Norwegen und den Erfolg unserer Kampagnenarbeit“, bilanziert Manuel Kliese, Leiter von Visit Norway. Wichtiger Grund dürfte aber auch die markant schwächere Norwegische Krone sein: Sie macht Norwegen-Urlaub derzeit 25 Prozent günstiger als noch vor zwei Jahren.

Schweden: Ein Allzeithoch auch hier: Knapp drei Millionen Übernachtungen deutscher Urlauber verzeichnete Schweden im vergangenen Jahr – 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Neben Stockholm sind Skane und Småland besonders beliebt, aber auch Westschweden rund um die zweitgrößte Stadt Göteborg legte deutlich zu. Beliebteste Reiseformen sind Rundtouren, Schären-Kreuzfahrten sowie Wandern und Radfahren

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