Sorge vor Entführungen

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Russland warnt vor Reisen in die Türkei

Die russische Regierung schränkt den Tourismus Richtung Türkei weiter ein. Die zuständige Behörde warnt vor möglichen Entführungen durch die Terrormiliz Islamischer Staat.

27.01.2016, 18:38 Uhr

Wegen der Gefahr von Entführungen durch den sogenannten Islamischen Staat (IS) hat Russland seine Bürger vor Reisen in die Türkei gewarnt. Nach übereinstimmenden Medienberichten erklärte die russische Tourismusbehörde Rostourism, die Terrormiliz plane die Entführung russischer Bürger in der Türkei.

Es bestehe die Gefahr, dass sie nach Syrien verschleppt würden, um hingerichtet oder als menschliche Schutzschilder missbraucht zu werden. Rostourism soll alleinreisende Touristen aufgerufen haben, alle nötigen Maßnahmen für ihre persönliche Sicherheit zu treffen.

Seit dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch das türkische Militär Ende November 2015 sind die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder schwer gestört. Russische Reiseveranstalter dürfen bereits seit dem 28. November keine Touren mehr in die Türkei verkaufen.

2015 reisten 4,5 Mio. Russen in die Türkei. Nach Deutschland ist Russland damit der zweitwichtigste Quellmarkt. An der türkischen Riviera liegen beide Kundengruppen sogar gleichauf. (PD)

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