South African Airways

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Interview mit dem Europa-Chef

Europa-Chef Michael Bentele über den Besucher-Boom am Kap, das Jubiläum der München-Route und die Folgen ungünstiger Wechselkurse.

von Martin Jürs, 20.03.2017, 09:00 Uhr
SAA-Crew vor dem neuen Airbus A330-300.

Reisen nach Südafrika boomen, auch aus Deutschland heraus. Wie sehr hat South African Airways (SAA) von dieser Entwicklung profitiert?

SAA hat im deutschen Markt im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2015 zweistellig zugelegt. Allerdings war das Wachstum nicht ganz so stark wie die Steigerung bei den Einreisezahlen. Das lag zu einem an neuen Marktbegleitern und zum anderen an Zeiten, in denen wir die starke Nachfrage trotz unserer zwei täglichen Flüge nach Johannesburg nicht mehr vollständig bedienen konnten. Das war zum Beispiel im Juli und August der Fall.

Die Nachfrage überstieg also teilweise die Kapazitäten. Mit welcher Auslastung ist SAA denn im Schnitt auf den beiden Strecken von Frankfurt und München nach Johannesburg unterwegs?

Auf den Frankfurt-Route ist die Kabine im Schnitt zu 80 Prozent gefüllt. Auf der München-Strecke liegt die Auslastung mit 76 Prozent etwas darunter.

Südafrika ist bei Touristen beliebt. Welche Rolle spielen Geschäftsreisende ex Deutschland für SAA?

Viele Firmen aus Deutschland sind in Südafrika und den umliegenden Ländern aktiv. Wir haben daher ein stabiles Geschäftsreiseaufkommen. Trotzdem liegt der Anteil der Business Traveller nur bei bei etwa 20 Prozent.

Die Attraktivität Südafrikas entdecken nicht allein immer mehr Touristen, sondern auch immer mehr Airlines. Die Zahl der Fluggesellschaften, die das Land ansteuern, ist zuletzt stark gestiegen. Wie reagiert SAA auf diese erhöhte Konkurrenz?

SAA ist in Deutschland mit zwei täglichen Nonstop-Flügen ab Frankfurt und München und der Mitgliedschaft in der Star Alliance sehr gut aufgestellt. Wir punkten mit unseren Nonstop-Flügen über Nacht und ohne Zwischenaufenthalt direkt nach Johannesburg. So können Reisende – Urlauber wie Business Traveller – nach ihrer Ankunft am frühen Morgen gleich den Ankunftstag nutzen.

SAA fliegt von Deutschland aus einzig nach Johannesburg. Andere Airlines bedienen von ihren Hubs aus auch Ziele wie Kapstadt oder Durban. Warum bietet SAA hier keine Nonstop- oder Direktflüge an?

Johannesburg ist unser „Drehkreuz des Südens“ und das Wirtschaftszentrum des Landes. Unsere afrikanische Expansionsstrategie wird unter anderem durch den Einsatz von Großraumjets getragen. Die Jets, die morgens von der Langstrecke kommen, werden auf einen regionalen Umlauf geschickt und gehen abends wieder auf die Langstrecke, das ist für SAA am effizientesten. Kapstadt und Durban sind mangels Cargo- und Geschäftsreise-Aufkommen nur sehr schwierig ganzjährig profitabel direkt zu befliegen.

Die Verbindung zwischen München und Johannesburg feiert 2017 zehnjähriges Bestehen. Wie wird dieses Jubiläum gefeiert?

Es sind sind zahlreiche Aktivitäten und Kooperationen mit dem Flughafenbetreiber FMG und mit South African Tourism geplant. Außerdem werden über das gesamte Jahr verteilt, zahlreiche Sondertarife angeboten.

Südafrika-Besucher profitieren vom derzeit günstigen Wechselkurs und vom vergleichsweise geringen Wert des südafrikanischen Rand im Vergleich zu Euro und Dollar. SAA setzt das unter Druck, schließlich müssen zahlreiche Rechnungen in harter Währung bezahlt werden. Wie sehr belastet dieses Kursverhältnis die eigenen Geschäfte?

Das Gros der Kosten läuft tatsächlich in Hard Currencies auf, wobei es durch die steigende Nachfrage in Übersee auch zu erhöhten Umsätzen in harten Währungen kommt. Über 50 Prozent der Umsätze von SAA werden mittlerweile außerhalb des Landes generiert, was dem sogenannten „Natural Hedging“ sehr förderlich ist und die Situation wieder entspannt. Darüber hinaus werden angesichts der steigenden Rohölpreise diese in Absprache mit unserem Eigentümer, der südafrikanischen Regierung abgesichert.

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