Spanien zählt zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Das gilt nicht nur im Urlaub, sondern zunehmend auch bei Geschäftsreisen. Wer Erfolg haben will, sollte sich jedoch an einen etwas anderen Arbeitsrhythmus gewöhnen. Schließlich ist den Spaniern ihre Siesta heilig.
Dabei unterscheiden sich auf der iberischen Halbinsel aber nicht nur die Arbeitszeiten von denen hierzulande. Gleiches gilt auch bei geschäftlichen Kontakten. So pflegen spanische Geschäftsleute gern persönliche Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Entsprechend breiten Raum nimmt der unverbindliche Small Talk ein, der schon mal länger dauern kann als die eigentlichen Verhandlungen. Nicht überrascht sein sollte man von dem manchmal etwas ruppigen Umgangston der Spanier. Wenn diese ihrem Gegenüber immer wieder ins Wort fallen, so ist das nicht böse gemeint, sondern zeugt von Interesse.
Kleidung: Kleidung hat für die Spanier Status-Charakter. Für Männer ist bei geschäftlichen Treffen ein dunkler Anzug – im Sommer dürfen es auch hellere Stoffe sein – samt Krawatte Pflicht. Frauen machen im Kostüm eine gute Figur.
Zeitgefühl: Mit der Pünktlichkeit nimmt es der Spanier in der Regel nicht so genau. Aufgrund der mittäglichen Siesta verlagert sich die Arbeitszeit zum Teil bis in die späten Abendstunden.
Arbeitsweise: In Spanien schätzt man Effizienz. Das ändert nichts daran, dass Kommunikationswege mitunter lang sind. Hierarchien müssen beachtet werden. Persönliche Kontakte sind wichtig.
Einladungen: Beim Essen geht es laut und lebhaft zu. Man darf auch mal den Platz wechseln. Doch Vorsicht vor dem kleinsten Schwips, der schadet dem Ansehen.
Tabus: Zu den Gesprächsthemen die man meiden sollte, zählen die Franco-Diktatur und die ETA. Kritik an den Stierkämpfen wird ebenfalls nicht gern gehört. Fußball, Kunst und Architektur sowie eigene Reiserlebnisse in Spanien eignen sich gut für den Small Talk.