Streik

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Verdi will Flughafen Frankfurt lahmlegen

Die Gewerkschaft ruft für Donnerstag 6000 Beschäftigte des Airports zum Warnstreik auf. Elf Stunden lang sollen sie die Arbeit niederlegen. Auch andere Flughäfen sind betroffen.

25.03.2014, 15:19 Uhr
Am Flughafen Frankfurt ist am Donnerstag mit Flugausfällen zu rechnen.
Foto: Fraport

Die Gewerkschaft Verdi hat im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes für diesen Donnerstag einen elfstündigen Streik am Frankfurter Flughafen angekündigt. Etwa 6000 Fraport-Beschäftigte der, sollen in der Frühschicht von 3.30 Uhr bis 14.00 Uhr die Arbeit ruhen lassen, teilt die Gewerkschaft in einer Pressemitteilung mit. Aufgerufen sind demnach vor allem die Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste, der Frachtabfertigung und der Passagierkontrollen. Im Falle eines Streiks ist mit Flugausfällen und massiven Behinderungen am größten deutschen Drehkreuz ist zu rechnen.

Neben den Beschäftigten in Frankfurt ruft die Gewerkschaft auch Arbeitnehmer an den Flughäfen Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn, München und Stuttgart zum Warnstreik auf.

Die Airlines haben zum Teil schon auf die Streik-Ankündigung reagiert. Lufthansa arbeitet Medienberichten zufolge an einem Ersatzflugplan. Germanwings teilte mit, regelmäßig über die Auswirkungen des Streiks auf der eigenen Website zu informieren. Die Flughäfen Hamburg und Köln/Bonn teilten mit, dass sie gemeinsam mit den Airlines versuchen werden, die Beeinträchtigungen für Fluggäste so gering wie möglich zu halten. Passagiere werden gebeten, sich bei ihrer Fluggesellschaft oder ihrem Reiseveranstalter zu erkundigen, ob und wie ihre Flüge vom Warnstreik betroffen sind.

Die Flughäfen kann es in den kommenden Tagen hart treffen, denn auch die Piloten von Lufthansa wollen in naher Zukunft streiken. In einer Urabstimmung hatten sich fast alle der 5400 Piloten von Lufthansa Passage, Lufthansa Cargo und Germanwings für Arbeitsniederlegungen ausgesprochen. Der Streik soll von der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit 48 Stunden vorher angekündigt werden. Bis auf die Tatsache, dass die Osterferien ausgespart werden sollen, könnte es aber bald soweit sein.

Der Frankfurter Flughafen war im Februar erst fast nahezu lahmgelegt worden. Verdi hatte damals die Mitarbeiter privater Sicherheitsfirmen aufgefordert, zwischen 2 und 23 Uhr die Arbeit niederzulegen. Flugreisende wurden im Laufe des Tages gebeten, nicht mehr zum Airport zu kommen. Für sie waren keine Sicherheitskontrollen mehr möglich. Lufthansa beklagte anschließend einen Schaden von drei Mill. Euro operativen Gewinns.

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