Studie

(0)

Zahl der Carsharing-Nutzer versechsfacht sich bis 2021

Der Trend zum Teilen dürfte auch bei Autofahrern weiter anhalten. Das hat die Boston Consulting Group ermittelt. Demnach halten sich zugleich aber die Folgen für die Autohersteller in Grenzen.

23.02.2016, 11:13 Uhr
Großer Carsharing-Anbieter hierzulande: Car2Go.
Foto: Car2go

Die weltweite Zahl der Nutzer von Carsharing-Angeboten versechsfacht sich einer Schätzung zufolge bis 2021. In fünf Jahren bringen demnach 35 Mio. Teilnehmer der Branche Umsätze von 4,7 Mrd. Euro jährlich ein, wie eine Studie der Boston Consulting Group (BCG) ergeben hat. Zwei Millionen Nutzer sehen die Experten dann in Deutschland.

2015 waren der am Dienstag veröffentlichten Untersuchung zufolge weltweit 86.000 Autos bei 5,8 Mio. Nutzern im Einsatz. Diese brachten den Betreibern 650 Millionen Euro Umsatz. Schon heute sind in Deutschland ein Million Nutzer sowie 50 Prozent aller Carsharing-Autos in Europa unterwegs.

Dabei lohnt sich Carsharing den Berechnungen zufolge in Europa für Nutzer von Stadtautos bereits, wenn sie weniger als 7500 Kilometer pro Jahr fahren. Besitzer von Kompaktwagen könnten auf ein eigenes Autos verzichten, wenn sie weniger als 12.500 Kilometer pro Jahr fahren. Mittelklassewagen wären eigentlich überflüssig, wenn ihre Besitzer weniger als 16.000 Kilometer pro Jahr zurücklegen.

Eine ernsthafte Bedrohung für den Verkauf von Neuwagen sehen die BCG-Experten allerdings nicht. Ihren Schätzungen zufolge steigt der Neuwagenmarkt dort, wo es Carsharing gibt, bis 2021 auf etwa 78,4 Mio. Autos. Nur etwa 792.000 Fahrzeuge würden nicht gekauft werden. In Europa werden den Berechnungen zufolge 278.000 Kunden auf einen Neuwagen verzichten. Das entspricht etwa 1,3 Prozent des geschätzten Absatzmarktes in Europa.

Den zusätzlichen Absatz durch den Aufbau der Carsharing-Flotten gegengerechnet, geht die Untersuchung davon aus, dass die gemeinschaftliche Auto-Nutzung 2021 weltweit zu einem Verkaufsminus von 550.000 Autos und einem Umsatzverlust von 7,4 Mrd. Euro führt.

Den größten Umsatz werden die Anbieter den Schätzungen zufolge mit Nutzern machen, die das Auto nur gelegentlich benötigen. Europa dürfte 2021 die höchsten Carsharing-Umsätze hervorbringen, gefolgt von Asien und der Pazifik-Region sowie Nordamerika. (dpa)

Weitere Business Travel-News

Hamburg Süd
(0)

Reiseagentur von Verkaufsplänen betroffen

Die Reederei Hamburg Süd, zu der auch die gleichnamige Reiseagentur gehört, wird an die dänische Maersk-Gruppe verkauft. Wie es mit dem Reisebüro weitergeht, ist offen. mehr

 

Frankfurt Airport
(0)

Lufthansa kritisiert neue Entgeltverordung

Die veränderte Gebührenordung für den Flughafen Frankfurt bevorteile Newcomer weiterhin unangemessen. So lautet die Kritik von Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister auf die Entscheidung des hessischen Wirtschaftsministers. mehr

 

Fraport
(0)

Ryanair erhält weniger Vorteile in Frankfurt

Der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir hat die großen Rabatt-Vorteile für neue Airlines auf dem Frankfurter Flughafen gekippt. Rabatte gibt es nun für alle Airlines. mehr

 

Flixbus
(0)

Fernbus-Anbieter entdeckt Wirtschaftlichkeit

Bisher ist die junge Branche um Marktführer Flixbus hauptsächlich für extrem niedrige Preise und fehlende Gewinnmargen bekannt. Das könnte sich laut Medienberichten bald ändern. mehr

 

BizTravel für unterwegs

Kennen Sie schon den mobilen Auftritt von BizTravel? Unter mobil.biztravel.de lassen sich die News der Branche optimal auf dem Smartphone lesen – und zwar unabhängig vom Betriebssystem.

 
© 2016 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Impressum AGB Datenschutz Kontakt Media