Sturmtief „Xavier“

(0)

Bahn kämpft noch immer mit Streckenschäden

Das Sturmtief „Xavier“ liegt schon Tage zurück, doch nur langsam kann die Deutsche Bahn zur Tagesordnung zurückkehren. Einige Probleme bereitet noch die Strecke Berlin–Hamburg – wohl auch über den Wochenbeginn hinaus. Auf insgesamt 1000 Kilometer Länge wurde das Bahnnetz beschädigt.

09.10.2017, 07:22 Uhr
Noch immer entfallen viele Fernzüge oder müssen weite Umwege fahren.
Foto: imago/7aktuell

Schäden beseitigen, Risiken für Reisende ausschließen, Strecken freigeben: So nähert sich die Deutsche Bahn nach den Zerstörungen durch den massiven Herbststurm „Xavier“ Stück für Stück dem Normalzustand. Allerdings müssen sich Reisende von Berlin nach Hamburg auch zum Wochenstart noch in Geduld üben und längere Fahrtzeiten einplanen.

Von der Hauptstadt aus in Richtung Hamburg müssten die Züge weiter über Stendal und Uelzen umgeleitet werden, sagte ein Bahnsprecher. In diese Richtung könnten die Arbeiten und damit die Sperrung „noch mehrere Tage dauern“, sagte ein Bahnsprecher der Deutschen Presse-Agentur in der Nacht zum Montag.

In der umgekehrten Richtung wurde die Strecke am Montagmorgen wieder freigegeben – um 6 Uhr zumindest eingleisig. Auch die Strecke Hannover–Magdeburg soll im Laufe des Tages sukzessive geöffnet werden, zwischen Osnabrück und Hamburg sollen Züge mit Betriebsbeginn am Dienstag wieder verkehren.

Die Bahn hatte am Sonntag eine weitere Hauptstrecke freigegeben: Zwischen Hannover und Bremen waren die Schäden beseitigt, der reguläre Fahrplan konnte jedoch nicht sofort eingehalten werden. „Der Betrieb muss erst wieder hochgefahren werden“, hieß es. Auf der wichtigen Ost-West-Verbindung zwischen Berlin und Hannover rollten die Züge seit Samstag wieder. Inzwischen kämen Reisende mit der Bahn wieder in alle Himmelsrichtungen voran, sagte ein Bahnsprecher. „Wenn auch nicht immer auf dem gewohnten Weg.“

Im Nahverkehr ist ein Großteil der Strecken laut Bahn wieder befahrbar. An den Bahnhöfen habe sich die Situation ebenfalls deutlich entspannt. Auf einigen Strecken müssen Reisende auch zu Wochenbeginn auf den Bus umsteigen. Wie das private Bahnunternehmen Metronom mitteilte, bleibt die Strecke zwischen Bremen und Rotenburg gesperrt. Dort fahren Busse. Der Abschnitt Rotenburg–Hamburg sollte am frühen Montagmorgen wieder befahrbar sein. Zwischen Stade und Hamburg sollten die Züge ab Montagmittag wieder rollen.

Das Orkantief „Xavier“ war am Donnerstag mit bis zu 122 Stundenkilometern über Nord- und Ostdeutschland hinweggezogen. Der Sturm ließ zahlreiche Bäume umstürzen oder abknicken. Sieben Menschen kamen ums Leben. Insgesamt richteten entwurzelte Bäume und heruntergerissene Äste nach Angaben der Bahn an mehr als 500 Stellen Schäden an. Mehr als 1000 Kilometer seien betroffen gewesen.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bemängelte am Wochenende die Kundeninformation der Bahn. „Wir leben in einem Zeitalter von Apps und digitaler Information, und doch ist das Unternehmen Deutsche Bahn nicht in der Lage, seine Kunden ausreichend zu informieren“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel in Frankfurt am Main.

Die Wetteraussichten für Deutschland sind immerhin einigermaßen beruhigend: Neue Regenwolken sorgen zwar für einen trüben und windigen Start in die zweite Oktober-Woche, zumindest droht nach Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach aber kein neuer Sturm wie „Xavier“. (dpa)

Weitere Business Travel-News

BCD Travel
(0)

Zukauf in Polen

BCD Travel baut die Zahl der eigenen internationalen Niederlassungen aus. So hat die Geschäftsreisekette jetzt die langjährige Partneragentur in Polen übernommen. mehr

 

LOT Polish Airlines
(0)

Neuer Account-Manager für Firmenkunden

Aitor Gamarra stößt neu zur LOT-Mannschaft in Deutschland. Er soll sich um das Firmenkundengeschäft kümmern. mehr

 

Air-Berlin-Flugmanöver (mit Video)
(0)

Letzter Jet aus Miami dreht niedrige Platzrunde

Abschiedsmanöver mit Nachspiel. Das Flugmanöver des letzten Airbus A-330 der Air Berlin aus den USA nach Düsseldorf beschäftigt nun das Luftfahrt-Bundesamt. mehr

 

Eurowings-CEO Thorsten Dirks
(0)

„Der Winter wird strubbelig“

Nach dem Vertragsabschluss mit Air Berlin steht Eurowings vor einem großen Wachstumssprung. Erstmals meldet sich nun auch deren CEO Thorsten Dirks, gleichzeitig Lufthansa-Vorstand, zu Wort. Wunder dürfen die Kunden wohl nicht von ihm erwarten: „Der Winter wird strubbelig“, so Dirks. mehr

 
© 2017 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Impressum AGB Datenschutz Kontakt Media