Terror in Brüssel

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Airport auch Donnerstag gesperrt

Der Passagierverkehr am internationalen Hub von Brüssel bleibt auch am Gründonnerstag unmöglich. Der Flughafen-Betreiber kann die Terminals noch nicht wieder eröffnen.

23.03.2016, 14:08 Uhr
Die drei Start- und Landebahnen vom Brüsseler Flughafen werden derzeit nicht kommerziell genutzt.
Foto: Brussels Airport

Der Brüsseler Flughafen bleibt auch am Donnerstag für Passagierflüge geschlossen. Das teilte der Airport jetzt über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Der Flughafen ist einer der beiden Anschlagsorte, an denen am Dienstag mehr als 30 Menschen starben. Die Abflughalle wurde durch zwei Explosionen schwer beschädigt. „Kontaktieren Sie Ihre Fluggesellschaft für Fluginformationen“, rieten die Betreiber.

Fest steht, dass die Terrorserie von Brüssel auf das Konto eines islamistischen Bruderpaars geht, das auch Verbindungen zu den Attentätern von Paris hatte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sprengte sich einer der Brüder auf dem Flughafen in die Luft. Kurze Zeit später zündete der andere dann eine Bombe in der U-Bahn. Die Suche nach weiteren Tätern dauerte am Mittwoch an. Aus Sorge vor weiteren Anschlägen galt in Belgien weiter die höchste Terror-Warnstufe. Auch in vielen anderen europäischen Ländern waren die Sicherheitsbehörden alarmiert.

Insgesamt starben bei der Terrorserie in der Europa-Stadt am Dienstag nach neuen Angaben mindestens 31 Menschen. Mehr als 270 wurden verletzt. Befürchtet wird, dass sich die Zahl der Todesopfer in den nächsten Tagen noch erhöht. Unter den Verletzten sind auch mehrere Deutsche, darunter ein schwer verletzter Mann. Das Auswärtige Amt schloss auch nicht mehr aus, dass Bundesbürger getötet wurden. Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw bestätigte auf einer Pressekonferenz in Brüssel, dass es sich bei den Selbstmord-Attentätern um das Bruderpaar Ibrahim und Khalid El Bakraoui handelt. Beide waren belgische Staatsbürger.

Nach Angaben der Behörden wird nach einer ganzen „Reihe von Personen“ noch gesucht. Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte Leeuw aber keine weitere Auskunft geben. Nach belgischen Medienberichten richtet sich der Verdacht insbesondere gegen den mutmaßlichen Dschihadisten Najim Laachraoui, einen der mutmaßlichen Drahtzieher der Attentate von Paris, wo im November 130 Menschen getötet wurden. Berichte, wonach der 24-Jährige in Brüssel festgenommen wurde, stellten sich als falsch heraus.

In Belgien gilt noch bis Karfreitag eine dreitägige Staatstrauer. Am Mittag gab es eine landesweite Schweigeminute. Aus Solidarität wurden die Wahrzeichen vieler anderer Metropolen in den Nationalfarben Belgiens angeleuchtet. Dazu gehörten auch das Brandenburger Tor in Berlin und der Eiffelturm in Paris. In ganz Europa herrscht seit den Anschlägen Terrorangst. Vielerorts wurden Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Die US-Regierung warnte ihre Bürger angesichts der jüngsten Anschläge vor Gefahren bei Reisen nach Europa. Mögliche Ziele von Attentätern seien etwa Touristenattraktionen oder Sportveranstaltungen.

Am Mittwoch wurde der Flughafen von schwerbewaffnetem Militär gesichert. Der Flugverkehr soll frühestens am Freitag wieder aufgenommen werden können. Etwa 1500 gestrandete Passagiere mussten die Nacht in Turnhallen verbringen. (dpa)

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