Terror in Brüssel

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Fahndung nach U-Bahn-Attentäter

Zwei Tage nach den Terroranschlägen in Brüssel fahndet die Polizei mit Hochdruck weiter. Die Auswirkungen auf den Flugverkehr sind größer als zunächst gedacht. Zehntausende Passagiere sind betroffen.

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24.03.2016, 13:28 Uhr

Nach den blutigen Anschlägen in Brüssel fahndet die Polizei nach mindestens einem weiteren Terrorverdächtigen. Der Selbstmordattentäter in der Brüsseler Metro soll in Begleitung eines zweiten Mannes gewesen sein. Somit könnte das Terror-Kommando aus fünf Tätern bestanden haben, von denen sich drei in die Luft gesprengt hatten. Der Paris-Terrorverdächtige Salah Abdeslam will entgegen früherer Äußerungen nun so schnell wie möglich von Belgien nach Frankreich ausgeliefert werden. Die USA verlangten von den Europäern größere Anstrengungen im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die sich zu den Anschlägen bekannt hatte.

Die Polizei in Brüssel fahndete unter Hochdruck weiter. In der Nähe des Europa-Viertels liefen am Donnerstagvormittag zwei Einsätze. Laut Medienberichten war der Täter in der Brüsseler Metro, Khalid El Bakraoui, nicht allein unterwegs. Auf Bildern einer Überwachungskamera sei ein zweiter Mann mit einer großen Tasche zu sehen. Unklar sei, ob der Verdächtige bei der Explosion getötet wurde oder ob er auf der Flucht ist. Zudem fahndet die Polizei weiter nach einem Komplizen der drei Selbstmordattentäter, der vom Flughafen Brüssel geflüchtet sein soll.

In der belgischen Hauptstadt waren am Dienstag bei Explosionen am Flughafen und in einer U-Bahn-Station Maelbeek mindestens 31 Menschen getötet und rund 300 verletzt worden. Eine Frau aus Aachen wird laut Polizei weiter vermisst. Ihr Ehemann sei mit schweren Verletzungen in ein belgisches Krankenhaus gebracht worden. Laut Auswärtigem Amt sind deutsche Todesopfer nicht ausgeschlossen.

Die Selbstmordattentäter sind inzwischen identifiziert. Alle drei sind in Belgien geboren und hatten Verbindungen zu den islamistischen Drahtziehern der Anschläge von Paris. Es handelt sich um die Brüder Ibrahim (29) und Khalid (27) El Bakraoui und Medienberichten zufolge um den 24-jährigen Najim Laachraoui. Er war wegen der Anschläge von Paris erst vor kurzem zur Fahndung ausgeschrieben worden.

 
 
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