Terror in Brüssel

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Suche nach weiteren Attentätern

Nach den Terroranschlägen wird Belgiens Hauptstadt von Sicherheitskräften intensiv durchkämmt. Belgiens Außenminister Reynders befürchtet noch Attentäter auf freiem Fuß.

22.03.2016, 14:52 Uhr

Aus ermittlungstaktischen Gründen ist allerdings recht wenig über konkrete Fahnundungsgebiete zu erfahren. Die Tageszeitung „Le Soir“ zitiert zudem den belgischen Generalstaatsanwalt, der die Medien aufgefordert habe, keine genauen Informationen zum Stand der Ermittlungen zu verbreiten. Auch der Flughafen an dem heute früh die Terrorwelle begann, wird laut „Le Soir“ weiter nach Waffen und versteckten Attentätern durchsucht. Dort sollte ein verdächtiges Paket gesprengt werden.

Kurz nach 8 Uhr ereigneten sich in der Abflughalle des Flughafens Brüssel-Zaventem zwei Explosionen. Vermutet wird, dass sich mindestens ein Selbstmord-Attentäter in die Luft sprengte. Die Schäden in dem Gebäude sind erheblich. Vorläufige Bilanz: mindestens 13 Tote und höchstwahrscheinlich mehr als 80 Verletzte.

Um 9.19 Uhr gab es eine dritte Explosion im U-Bahn-Tunnel der Metro-Stration Maelbeek im EU-Viertel. Dort starben mindestens 20 Menschen und gab es nach jetzigen Erkenntnissen 55 Verletzte.

Anschließend kommt der öffentliche Nahverkehr komplett zum Erliegen. Alle U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse stehen still. Die Menschen werden von den Behörden aufgefordert, dort zu bleiben, wo sie sich gerade befinden. Der überregionale Bahnverkehr nach Brüssel, beispielsweise der Thalys, steuert die belgische Metropole nicht mehr an.

An vielen Flughäfen in Europa wurden die Sicherheitsmaßnahmen bereits erhöht. In etlichen Ländern tagen Krisenstäbe, die über das weitere Vorgehen beraten. An den Grenzen wird wieder verstärkt kontrolliert. Insbesondere in den direkten Nachbarländern Belgiens wurden zudem weitere Maßnahmen ergriffen, aber auch in Ländern wie Polen.

Das Auswärtige Amt hat einen Krisenstab gebildet und ermittelt derzeit, ob sich unter den Opfern auch Deutsche befinden. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel wollte zudem um 17 Uhr vor die Presse treten und ein Statement abgeben. (LS)

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