Thalys und DB

(0)

Per Bahn nach Belgien

Von Köln sind es weniger als zwei Stunden und von Frankfurt gerade mal drei: Wer eine Geschäftsreise nach Belgien unternimmt, reist schnell und günstig. BizTravel gibt einen Überblick über Anbieter, Strecken und Tarife.

01.11.2013, 09:00 Uhr
Atomium: Wahrzeichen der Europa-Stadt Brüssel.
Foto: Visit Flanders

Bahncard-Inhabern bietet die Deutsche Bahn ihr „City-Ticket“: Für die Wege zum Bahnhof oder vom Bahnhof zum Zielort können sie den öffentlichen Nahverkehr der jeweiligen Städte nutzen – gratis. Noch besser haben es Reisende, die mit dem ICE nach Brüssel oder Lüttich fahren: Haben sie die Karte zum „Europa-Spezial-Tarif“ gebucht, dann können sie damit gleich kostenlos zu jedem belgischen Bahnhof weiterfahren – egal ob Brügge, Ostende, Antwerpen, Gent, Namur oder eine andere von insgesamt 500 Stationen.

Neunmal täglich nach Brüssel

Und selbst wer über ein Normalpreis-Ticket des ICE oder über eine Thalys-Fahrkarte verfügt, muss nur einen geringen Aufschlag von 6,30 Euro in der 2. Klasse (1. Klasse: 9,70 Euro) zahlen, um seine Fahrt mit allen Zügen des belgischen Binnenverkehrs fortzusetzen.
Aber nicht nur diese Option „alle belgischen Bahnhöfe“ ist ein gewichtiges Argument auch für Firmenkunden, auf die Schiene zu setzen, wenn ein Geschäftstermin bei unserem westlichen Nachbar ansteht. Dank mehrerer Hochgeschwindigkeitsrouten sind Städte wie Brüssel von Deutschland aus in relativ kurzer Zeit zu erreichen, was Flüge mitunter überflüssig macht – zumindest dann, wenn zum Abflughafen zunächst eine größere Strecke zurückgelegt werden muss.

So dauert es von Köln in die belgische Hauptstadt gerade mal 1:48 Stunden (Thalys), von Frankfurt sind es drei Stunden (ICE). Ab Berlin ist man – mit Umsteigen in Köln – 6:45 Stunden unterwegs. Von der Domstadt aus stehen neun tägliche Verbindungen auf dem Programm: fünfmal mit dem Thalys, viermal mit dem ICE. Der rote Flitzer, der nach dem Rückzug der DB vollständig im Besitz der belgischen und französischen Eisenbahn ist, startet ab Mitte Dezember überdies dreimal pro Tag ab Essen via Duisburg und Düsseldorf (bislang nur einmal in den Morgenstunden).

Beide Bahngesellschaften umwerben die Reisenden immer wieder mit Sonderpreisen. Wer sich an bestimmte Züge bindet und frühzeitig bucht, kann beim Thalys einen Platz ab 19 Euro ergattern (einfache Fahrt, Comfort 2), die DB bietet etwa ab Frankfurt oder Berlin ihr ebenfalls restriktives Europa-Spezial ab 39 Euro an (1. Klasse: 69 Euro). Für sogenannte grenznahe Strecken – also Köln, Düsseldorf oder Bonn – liegt der Preis sogar auf Thalys-Niveau, nämlich bei 19 Euro.

Firmenprogramm hilft sparen

Unternehmen, die die Strecke nach Brüssel – oder weiter nach Paris – häufiger fahren, können alternativ sparen, wenn sie als B2B-Advantage-Kunden individuelle Verträge mit dem Bahnanbieter aushandeln. Voraussetzung dafür ist ein Mindestumsatz von 30.000 Euro. Bereits ab 15.000 Euro können sich Firmenkunden für das Programm B2B-Classic registrieren, das Leistungen wie einmalige Rabatte, Online-Tracking, volle Erstattung auch nach der Abfahrt und Lounge-Zutritte vorsieht. Einen Vorteil bieten die Brüssel-Züge auch für jene, die ihren Geschäftstermin in England haben: Ab Brüssel startet der Eurostar nach London.

Weitere Business Travel-Themen

Verpflegungspauschale
(0)

Neue Sachbezugswerte für 2017

Die amtlichen Werte, die für Mahlzeitengestellung außerhalb von Dienstreisen anzusetzen sind, wurden leicht erhöht. Der Betrag für Unterkunftskosten bleibt gleich. mehr

 

Per Fernbus auf Geschäftsreise

15.10.2013 Dateigröße 560,53 KB Jetzt herunterladen

Die Zahl der Fernbuslinien steigt stetig. Mittlerweile sind etwa 50 Anbieter im gesamten Bundesgebiet unterwegs. Ausgewählte Strecken im Vergleich.

 
© 2017 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Impressum AGB Datenschutz Kontakt Media