Travel Management

(0)

Wie reist ein Höhlenforscher?

Am liebsten übernachtet Prof. Dr. Andreas Pflitsch unter nächtlichem Sternenhimmel im Schlafsack. „Es gibt nichts Schöneres für mich“, sagt er. „Im Nationalpark Yellowstone in den USA schlafe ich immer wieder sehr gern. Nachts heulen dann schon mal die Kojoten, oder ich höre die Brunftschreie der Hirsche.“

13.04.2017, 11:00 Uhr
In Lavahöhlen untersucht Prof. Andreas Pflitsch ebenso das Klima wie in U-Bahntunneln.
Foto: BRENT MC GREGOR

So also kann ein Arbeitsalltag des 57-Jährigen enden. Er ist der weltweit einzige Forscher, der zum Beispiel auf Hawaii oder in Alaska das Klima in Eis-, Gletscher- und Lavahöhlen untersucht – aber auch im Berliner U-Bahn-Tunnel. Als Vielflieger (140.000 Meilen jährlich) darf er dreimal 32 kg Freigepäck mitnehmen. „Ich habe viel dabei, von diversen Messgeräten über Bücher und Kletterzeug bis zur Kamera. Denn ich fotografiere beruflich, aber auch aus Leidenschaft.“

Seine Reisen bucht der Solinger selbst: „Ich möchte gern auf meinen Lieblingsflughäfen landen.“ Nr.1 ist für ihn Anchorage in Alaska. „Dieser Airport ist klein, überschaubar und hat eine schöne Aussicht auf das Rollfeld. Und ich bekomme dort alles, was ich auf die Schnelle noch benötige.“ Auch El Paso in Texas gefällt ihm; Frankfurt mag er nicht: „unübersichtlich, viele Treppen, lange Wege“, so sein Urteil.

Was den Sitzplatz im Flieger angeht, gilt: „Geht es in die USA, dann bitte nur rechts. Hier stört keine Sonneneinstrahlung, und ich kann gut fotografieren.“ Sein Lieblingsziel ist Alaska. „Die Kombination Meer, Berge und Gletscher ist einfach traumhaft.“ Und immer wieder überraschend: Einmal etwa baute er im September bei null Grad sein Zelt auf. Am nächsten Morgen zeigte das Thermometer minus 20 Grad an.

„Licht in der Tiefe”

Prof. Dr. Andreas Pflitsch lehrt und arbeitet an der Ruhr-Universität Bochum in Physischer Geografie und ist Leiter der Arbeitsgruppe U-Bahn- und Höhlenklimatologie. Sein Spezialgebiet: Eis-, Gletscher- und Lavahöhlen. Seine Exkursionen führen ihn regelmäßig etwa nach Alaska und Hawaii. In der U-Bahn-Klimatologie beschäftigt er sich mit Bränden und Terroranschlägen in Tunneln. Für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren hat er das Sachbuch „In der Tiefe gibt es ein Licht“ verfasst.

Text: Sabine Neumann

Weitere Business Travel-Themen

Meetings & Events
(0)

Tagen im Grünen

Frischluft statt Klimaanlage, lässiges Polo statt Anzug und ab und zu der Stille zuhören: Für manche Tagungen, Seminare oder Firmen-Events eignet sich das Land besser als die Stadt. Weil es den Erfolg fördert. mehr

 

Adapter für die Geschäftsreise

13.12.2010 Dateigröße 879,20 KB Jetzt herunterladen

Nicht jeder Stecker passt in jede Steckdose. Hier eine Übersicht, welcher Adapter wo für Energie sorgt.

 
© 2017 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Impressum AGB Datenschutz Kontakt Media