Travelport (Update)

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Ryanair geht ins GDS-Geschäft

Umbruch bei Ryanair: Der Billigflieger lässt sich zukünftig über Travelport buchen. Nach langer Zeit ist damit Ryanair-Content wieder über ein GDS verfügbar.

von Georg Jegminat, 11.03.2014, 10:41 Uhr
Michael O‘Leary geht ins GDS-Geschäft.
Foto: lenthe/touristik-foto.de

Die Flüge von Ryanair werden ab 19. März weltweit über Travelport buchbar. Beide Unternehmen haben jetzt ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet. Es ist das erste Mal seit mehr als zehn Jahren, dass Ryanair-Content über ein GDS verfügbar wird. „22 Prozent unserer Passagiere nutzen bereits jetzt Ryanair für Geschäftsreisen“, erläutert Kenny Jacobs, Marketing-Chef der Fluggesellschaft. Damit ist klar, warum sich Ryanair zur Vertriebskooperation mit Travelport entschlossen hat.

Die Airline setzt damit ihren Wandel fort, der ihr neue Kundensegmente und höhere Durchschnittserlöse bescheren soll. Nach einer Service-Offensive folgt nun der GDS-Vertrieb mit Zielrichtung Corporate Customers. Dabei hatte CEO Michael O‘Leary die GDS-Betreiber zehn Jahre lang als „Wegelagerer“ bezeichnet und das Lied des Internet-only gesungen.

Die irische Fluggesellschaft nutzt die Travelport Merchandising Platform und dessen Modul „Rich Content and Branding“, der Lösung für den Vertrieb von Airline-Zusatzleistungen über Reisebüros.

Jürgen Witte, Travelports Regional Managing Director für Deutschland und die Schweiz: „Wir freuen uns sehr über die jetzt geschlossene Vereinbarung mit Ryanair, da sie unseren Reisebüro-Partnern und deren Kunden echte Vorteile bietet. Gleichzeitig belegt die Zusammenarbeit die hohe Leistungsfähigkeit und den großen Nutzen unserer Travelport Merchandising Platform für Fluggesellschaften.“

Während einer Internet-Pressekonferenz deuteten Ryanair-Manager an, dass auch spezielle Tarife, beispielsweise für Familien angeboten werden.

(Update) Kenny Jacobs erläuterte während der Webkonferenz, dass die Airline den Anteil an Geschäftsreisenden verdoppeln wolle. Außerdem kündigte er an, dass die Fluggesellschaft verstärkt auf großen Flughäfen der ersten und zweiten Kategorie expandieren werde. In Madrid hat sie sich, beflügelt durch die Förderung des Luftverkehrs in einer Krise, sogar schon auf einem Hub-Flughafen festgesetzt.

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